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Analysen - Nebenwerte
14.12.2009
TAKKT kaufen
TradeCentre.de

www.optionsscheinecheck.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten zum Kauf der Aktie von TAKKT (ISIN DE0007446007/ WKN 744600).

Die B2B-Versandhandelsgruppe für Business Equipment dürfte die Talsohle durchschritten haben. "Wir sind guter Dinge, den Boden erreicht zu haben und erleben eine gewisse Belebung." Das sage Finanzvorstand Florian Funck im Telefonat mit "TradeCentre.de". Bereits im dritten Quartal habe sich der Umsatzschwund verlangsamt. Nach eigenen Angaben habe die Bodenbildung in den USA bereits in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stattgefunden und in europäischen Gefilden im Verlauf des zweiten Quartals.

Wie Funck den Experten erkläre, entwickle sich das Geschäft im Wesentlichen mit einer Zeitverzögerung von drei bis fünf Monaten analog zum Einkaufsmanagerindex. "Die Signale für die nächsten Monate sind somit positiv für unser Geschäft." Im Schlussquartal würden die Schwaben dennoch nochmals im Quartalsvergleich zum Vorjahr beim Umsatz schrumpfen. Für das Gesamtjahr werde der Umsatz sich gegenüber 2008 organisch um gut ein Viertel reduzieren. Dies entspreche unter Berücksichtigung der im April durchgeführten Akquisition des US-Restaurantausrüsters Central für 2009 einem Umsatz von rund 730 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge solle sich auf neun Prozent plus x belaufen.

Trotz eines satten Umsatzrückgangs würden die Stuttgarter mit über 60 Millionen Euro operativ noch kräftig Geld verdienen. Im Vorjahr habe die Marge 14,6 Prozent betragen und das EBITDA bei 136 Millionen Euro gelegen. Das berichtete Ergebnis werde in 2009 durch Einmaleffekte für Restrukturierung zur Steigerung der Effizienz um gut fünf Millionen Euro belastet. Unterm Strich dürfte TAKKT circa 26 Millionen Euro verdienen oder rund 40 Cent je Aktie.

Wie Funck den Experten mitgeteilt habe, plane das Unternehmen für dieses Jahr erneut eine Dividende auszuschütten. "Traditionell schütten wir rund 30 Prozent unseres Gewinns aus. Die Basisdividende liegt aber immer mindestens auf dem Vorjahresniveau. Für 2009 also bei 32 Cent", so der CFO. Leisten könne sich das Unternehmen die Ausschüttung locker. Nach neun Monaten habe der operative Cashflow mit 57,6 Millionen Euro prächtig gesprudelt. Capex habe TAKKT kaum, sodass auch der Free Cashflow vor Akquisitionen in ähnlicher Größenordnung in die Kasse fließe. Traditionell sei das Unternehmen eine Cashflow-Maschine. Man rechne mit einem operativen Cashflow von mehr als 50 Millionen Euro im Gesamtjahr.

Das Effizienzprogramm FOCUS führe in 2010 zu nachhaltigen Kosteneinsparungen von jährlich mehr als drei Millionen Euro. Ab 2011 sogar mehr als vier Millionen Euro. Ziel sei, in 2010 die EBITDA-Marge und somit auch den Gewinn zu steigern. Eine zweistellige Marge sollte im kommenden Jahr drin sein. Beim Umsatz sei Funck konservativ. Natürlich werde Wachstum angestrebt. Aber selbst wenn die Einnahmen lediglich stagnieren würden, erwarte der CFO eine Margen- und Gewinnsteigerung.

Weiter Gas geben wolle das Unternehmen bei der Expansion. Zum Beispiel in Russland. Zudem wolle TAKKT im asiatischen Markt in den nächsten Jahren weiter wachsen. In Asien erziele TAKKT bisher nur marginale Umsätze. Der Anteil liege bei gut einem Prozentpunkt des Gesamtumsatzes. Zu wenig. Das solle sich ändern. Bislang sei das Unternehmen in China und Japan präsent. Zudem solle der Online-Bereich ausgebaut werden.

Weiteres Wachstum könne auch durch Akquisitionen kommen. "In der Regel haben für uns interessante Firmen einen Umsatz von 50 bis 100 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund können wir finanziell und auch bilanziell ohne Kapitalerhöhung weiter zukaufen." Die Optionen für Wachstum seien vorhanden. TAKKT müsse die Potenziale auf die Straße bringen, um mittelfristig die einstigen Umsatzniveaus von bis zu einer Milliarde Euro zu stemmen. Spätestens dann sollte die EBITDA-Marge wieder das Rekordniveau von knapp 15 Prozent erreichen. Vermutlich erreiche TAKKT die Bestmarke bei der Marge aber deutlich schneller als die Umsatzmilliarde.

Die Aktie habe die Hausse an den Börsen im Wesentlichen verschlafen. Zeit, dass die Börse den Titel wieder entdecke und Investoren das Papier wachküssen. Die Dividendenrendite von vier Prozent sei angesichts dürftiger Festgeldzinsen nicht schlecht. Das KGV für 2010 mit zwölf sei ebenfalls alles andere als teuer.

Die Aktie von TAKKT ist nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" kaufenswert. (Analyse vom 14.12.2009) (14.12.2009/ac/a/nw)

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