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Analysen - TecDAX
08.03.2010
Drägerwerk VZ Gewinnmitnahmen
Geldanlage-Report

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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten bei der Drägerwerk VZ-Aktie (ISIN DE0005550636/ WKN 555063) zu Gewinnmitnahmen.

Die Steigerung der Gewinnmargen erhöhe die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Darauf seien Aktionäre scharf. Für weitere Kurssteigerungen fehle Wachstum.

Ein fast sensationell gutes viertes Quartal habe die Drägerwerk-Aktie im letzten Monat an die Spitze des Performance-Rankings der deutschen Blue-Chips katapultiert. Mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 80,1 Millionen Euro in 2009 sei beispielsweise die Schätzung von UniCredit Research, die bei 56,5 Millionen Euro gelegen habe, geradezu pulverisiert worden. Alleine im vierten Quartal sei ein EBIT von 51,7 Millionen Euro eingefahren worden.

Ein großer Teil des Gewinnsprungs sei allerdings auf Einsparungsmaßnahmen zurückzuführen gewesen. Statt wie geplant um 25 Millionen seien die Kosten gleich um 45 Millionen Euro zurückgefahren worden. Die Umsätze seien dabei in 2009 immerhin konstant geblieben. Weitere Einsparfantasie komme aus der Übernahme der restlichen Anteile von Siemens an Drägerwerks Medizintechnik-Sparte. Allerdings notiere die Aktie mittlerweile auf einem 2010er KGV von 17.

Angesichts eines prognostizierten Umsatzwachstums im niedrigen einstelligen Bereich für 2010 werde auf Basis dieser Kennzahl die Luft für weitere Kurssteigerungen mittlerweile sehr dünn. Hinzu komme, dass nach wie vor eine Kapitalerhöhung drohend im Hintergrund lauere. Dies könnte gegebenenfalls stark hemmend auf den Kursverlauf wirken.

Drägerwerk profitiere im aktuellen Umfeld vom defensiven Charakter des operativen Geschäfts. Medizintechnik sei relativ konjunkturunabhängig, sodass sich Fondsmanager in Schwächephasen des Marktes gerne auf diese Art von Aktien stürzen würden. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf werde sein, ob das Unternehmen tatsächlich durch das Einsparprogramm den Gewinn um circa 100 Millionen Euro jährlich steigern könne.

Jahrelang habe das Problem der Lübecker in den sehr geringen Gewinnmargen gelegen, die eigentlich nie nennenswert über 5 Prozent gelegen hätten. Ebenfalls wichtig werde die weitere Entwicklung im Bereich Sicherheitstechnik. Hier habe ein stornierter Großauftrag für Tieftauchsysteme das Ergebnis komplett verhagelt.

Selbst wenn die ehrgeizigen Sparpläne auch in 2010 wie geplant umgesetzt werden könnten, scheine die Bewertung der Aktie inzwischen relativ ausgereizt.

Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten bei der Drägerwerk VZ-Aktie zu Gewinnmitnahmen. (Analyse vom 06.03.2010) (08.03.2010/ac/a/t)

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