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Analysen - Nebenwerte
19.03.2010
GERRY WEBER kaufenswert
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Laut den Experten von "TradeCentre.de" ist die GERRY WEBER-Aktie (ISIN DE0003304101/ WKN 330410) weiterhin kaufenswert.

Der 68-jährige Vorstandschef von GERRY WEBER sei voller Tatendrang. Gerhard Weber gebe unverändert Gas und drücke bei der weiteren Expansion aufs Tempo. Im Visier habe der Ostwestfale mehrere Länder im Ostblock. In Regionen wie Slowenien, Slowakei, Polen und Ukraine wolle er das Geschäft ausbauen. In Kairo beispielsweise solle wegen des großen Erfolges bereits ein zweiter Shop eröffnet werden. Zudem wolle der CEO demnächst in China mit eigenen Häusern vertreten sein. "Wir suchen für China einen Partner, der mit uns das Geschäft aufzieht", sage Weber den Experten im Hintergrundgespräch.

Auch der US-Markt reize den Manager. "Wir verkaufen schon an Kunden in die USA. Bisher sind wir dort noch nicht mit eigenen Stores vertreten. Unsere Marken würden sehr gut in den Damenmodemarkt von Amerika passen". Alles auf einmal gehe jedoch nicht. "Alles der Reihe nach. Zuerst fokussieren wir uns auf Asien und insbesondere China. Dann folgt die USA", sage Weber. Insgesamt sollten in diesem Wirtschaftjahr bis zu 80 GERRY WEBER-Häuser eröffnet werden. Davon 37 in Eigenregie.

Weber nutze die Krise und hänge die Konkurrenz ab. "Der Modemarkt bleibt insgesamt weiter schwach. Das Ende ist noch nicht erreicht und die Marktbereinigung ist weiter in vollem Gange. Dennoch wachsen wir gegen den Trend", sage der CEO. Nach eigenen Angaben sei das erste Quartal des Jahres 2009/2010 gut verlaufen. Für das Gesamtjahr per Ende Oktober erwarte das Unternehmen ein Umsatzzuwachs von 594 auf bis zu 620 Millionen Euro. Die EBIT-Marge solle sich um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent steigern.

Grund für die Margensteigerung seien Skaleneffekte. "Wir haben unsere Kollektionen drastisch reduziert. Wir machen weniger Themen und haben die Einzelteile der Kollektionen verringert. Das spart Musterungskosten im hohen Umfang. Die Qualität hat sich spürbar verbessert. Unsere Mode ist viel hochwertiger", erkläre der CEO die Margenverbesserung.

Mit jeder Umsatzsteigerung steige die Marge. Bereits im kommenden Jahr solle sich die Marge auf 14 Prozent verbessern bei Erlösen von 660 Millionen Euro. Springe der Konjunkturmotor für die Branche unerwartet doch an, wolle Weber wieder zweistellig wachsen. Externes Wachstum sei dabei kein Thema. "Solange ich das Unternehmen führe, wird es keine Akquisition geben. Wir haben so viele Möglichkeiten organisch zu wachsen. Wir brauchen keinen Zukauf, der meistens nur Geld kostet."

Der Konzern erziele Rekorde in der Rezession. Besonders stark gefalle den Experten allerdings die Kapitalflussrechnung. Abzüglich Investitionen sei ein Free Cashflow von rund 74 Millionen Euro gesprudelt. Der mit Abstand höchste Wert in der Firmengeschichte. Trotz leicht erhöhter Investitionen in diesem Jahr, von 19 auf 25 Millionen Euro, solle sich der Free Cashflow weiter verbessern. Dank der glänzenden Cashflows liege die Nettoverschuldung des Modekonzerns lediglich bei circa 25 Millionen Euro. Vom Erfolg würden die Anteilseigner profitieren. Das Unternehmen wolle 85 Cent je Aktie als Dividende ausschütten. Für die Zukunft verspreche Weber weiter hohe Ausschüttungen. Leisten könne sich die Firma diese Auszahlungen aus dem operativen Geschäft locker.

Das Grundkapital von 20,6 Millionen Aktien repräsentiere einen Börsenwert von fast einer halben Milliarde Euro. Hinsichtlich der Kapitalisierung sei Gerry Weber nicht weit weg von einem Platz im MDAX entfernt. Nur beim Handelsumsatz hapere es. Um die Liquidität in der Aktie zu steigern, sollten die Aktien im Eigenbestand von 2,2 Millionen Stücken langsam in den Markt einfließen. Sie seien im Bereich um 18 Euro gekauft worden und könnten auf aktuellem Kursniveau mehr als 45 Millionen Euro in die Kassen spülen.

Dauerfavorit GERRY WEBER entwickle sich prächtig. Das Papier habe super Chancen das Allzeithoch von gut 26 Euro aus dem Jahr 2007 zu knacken. Neben Rekordzahlen könnten sich die Inhaber dann auch über einen Rekordkurs bei der Aktie freuen. Mit einem KGV von zehn für dieses Jahr sei die Aktie zudem noch sehr günstig. Die Dividendenrendite liege bei 3,7 Prozent.

Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die GERRY WEBER-Aktie weiter kaufenswert. (Analyse vom 19.03.2010) (19.03.2010/ac/a/nw)

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