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Analysen - Nebenwerte
26.03.2010
GERRY WEBER kaufen
National-Bank AG

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Essen (aktiencheck.de AG) - Andrea Großmann, Analystin der National-Bank AG, stuft die GERRY WEBER-Aktie (ISIN DE0003304101/ WKN 330410) weiterhin mit "kaufen" ein.

Der westfälische Modekonzern habe den Umsatz im ersten Fiskalquartal ungeachtet der eingetrübten Konsumlaune um 2,3% auf das Rekordniveau von 139,8 Mio. EUR gesteigert. Dabei habe der SDAX-Konzern vor allem von der Expansion des in Eigenregie betriebenen Handelsgeschäfts profitiert. Das Unternehmen verweise zudem auf die gute Position als Anbieter von Damenoberbekleidung in der gehobenen Mitte.

Da die Kollektionen von GERRY WEBER auf Kundinnen zwischen 30 und 64 Jahren ausgerichtet seien, die sich in der Regel in finanziell gefestigten Positionen befinden würden, habe der Konzern dem rückläufigen Trend auf dem Heimatmarkt im Berichtszeitraum erfolgreich trotzen können. Dank der strikten Kostendisziplin habe das Unternehmen alle Ertragskennzahlen überproportional zum Umsatz gesteigert, womit die Margen erneut ausgebaut worden seien.

Dabei habe der Modekonzern von der Optimierung der internen Strukturen, einer konstanten Materialaufwandsquote sowie stabilen Abschreibungen profitiert. Diese Faktoren hätten sich in einer EBIT-Steigerung um 10,1% auf 13,1 Mio. EUR niedergeschlagen. Dank geringerer Finanzaufwendungen habe das Vorsteuerergebnis um 14,0% auf 12,2 Mio. EUR zugelegt.

Unter dem Strich sei ein Gewinn von 8,0 Mio. EUR verblieben. Aufgrund einer höheren Steuerquote sei die Steigerung mit 8,1% etwas geringer als auf EBT-Ebene ausgefallen. Mit den vorgelegten Ergebnissen hätten die Konsensschätzungen leicht übertroffen werden können. Der Gewinn je Anteilsschein habe angesichts des Rückkaufs eigener Aktien überproportional zugelegt.

Die Aktie des westfälischen Modekonzerns weise im Peergroup-Vergleich im Hinblick auf die für die Analysten als relevant erachteten Bewertungsfaktoren Kurs/Gewinn-Verhältnis, Kurs/EBITDA-Verhältnis sowie EV/Umsatz- und EV/EBITDA-Relationen eine moderate Bewertung auf, was der überdurchschnittlichen Dividendenrendite und der hervorragenden Position im Segment für gehobene Damenoberbekleidung nicht gerecht werde.

Mit Blick auf die Konsensschätzungen für das laufende Jahr werde GERRY WEBER ein Übertreffen der oberen Umsatzprognosespanne zugetraut, während die Margenerwartungen leicht unterhalb der Konzernmesslatte liegen würden. Darin dürfte sich die Annahme widerspiegeln, dass der Konzern, nachdem er sich in Q1 des Geschäftsjahres zu einer Abwärtsrevision der Ziele genötigt gesehen habe, den makroökonomischen Risiken ausreichend Rechnung getragen habe und daher positives Überraschungspotenzial vorhanden sei. Dies würden die Analysten insbesondere im Hinblick auf die Marge sehen, da der Konsens bislang lediglich Verbesserungen von 60 Basispunkten (Konzernprognose: +100 Basispunkte) berücksichtige.

Vor dem Hintergrund der sehr soliden Q1-Ergebnisse, die erneut unterstreichen, dass sich der Konzern dank der guten Position der Eintrübung der Konsumlaune entziehen kann, und der attraktiven Bewertung sehen die Analysten der National-Bank AG keine Veranlassung, die "kaufen"-Einstufung für die GERRY WEBER-Aktie zu überdenken. Das Kursziel hätten die Analysten in einer ersten Reaktion auf die vorgelegten Resultate bereits auf 30,00 EUR heraufgesetzt. (Analyse vom 26.03.2010) (26.03.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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