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News - Ausland
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19.04.2010
Goldman Sachs: US-Wertpapieraufsicht ermittelt wegen Betrug, Aktie bricht massiv ein
aktiencheck.de
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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Großbank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) wird von einem massiven Betrugsskandal erschüttert.
Bereits am Freitagabend hatte die US-Wertpapieraufsicht SEC der US-Bank vorgeworfen, Investoren in Zusammenhang mit Finanzderivaten auf so genannte Subprime-Hypotheken getäuscht zu haben. Konkret wirft die Behörde dem Bankhaus vor, dass Goldman Sachs ein spezielles Portfolio mit Subprime-Hypothekenpapieren in einer Collateralized Debt Obligation (CDO) gebündelt und dabei den Investoren wesentliche Informationen bezüglich der Werthaltigkeit des Portfolios bewusst vorenthalten habe.
Unter anderem habe man verschwiegen, dass der von John Paulson geleitete Hedge-Fonds Paulson & Co. eine Short-Position auf diesen CDO eingegangen sei und damit gezielt auf fallende Kurse des CDO spekuliert habe. Dabei habe Goldman Sachs nach Angaben der SEC dem Hedge-Fonds erlaubt, die Selektion der in dem CDO enthaltenen Subprime-Hypotheken aktiv mitzubestimmen, während man gegenüber den Investoren behauptet habe, dass die Auswahl der Hypothekenpapiere durch eine unabhängige dritte Partei erfolgt sei. Dabei hätten die Anleger, welche sich an diesem CDO beteiligt hätten, nach Angaben der SEC Verluste in Höhe von rund 1 Mrd. Dollar erlitten.
Goldman Sachs drohen nun neben der Verpflichtung zur finanziellen Wiedergutmachung des entstandenen Schadens auch hohe Strafzahlungen.
Die Aktie von Goldman Sachs brach am Freitag an der Wall Street um 12,79 Prozent auf 160,70 Dollar ein. (19.04.2010/ac/n/a)
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