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News - Ausland
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30.04.2010
Presse: Goldman Sachs strebt bei Betrugsvorwürfen Vergleich an
aktiencheck.de
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New York (aktiencheck.de AG) - Die im Zuge der von der US-Wertpapieraufsicht SEC eingeleiteten Ermittlungen schwer in die Kritik geratene US-Großbank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) verhandelt Medienberichten zufolge offenbar mit einzelnen institutionellen Investoren über eine außergerichtliche Einigung bei fragwürdigen Anlageprodukten. Außerdem strebe das Bankhaus einem weiteren Medienbericht zufolge einen Vergleich mit der SEC an.
Nach Informationen der "Financial Times" (Donnerstag), die sich auf informierte Kreise beruft, hat der Hedge-Fonds Basis Yield Alpha Fund von Goldman Sachs Schadenersatz für die Verluste aus einem 100 Mio. Dollar-Investment in eine Collateralized Debt Obligation (CDO) der US-Bank gefordert. Das auf Hypothekenkrediten aufbauende Portfolio mit der Bezeichnung "Timberwolf" hatte kurz nach seiner Auflegung im März 2007 deutlich an Wert verloren und dem inzwischen pleitegegangenen Hedge-Fonds Basis Yield Alpha Verluste in Höhe von 56 Mio. Dollar beschert. Derzeit verhandelten beide Parteien laut dem Bericht über mögliche Schadenersatzzahlungen, wobei jedoch noch nicht klar sei, ob es tatsächlich zu einer Einigung kommen werde. Nach Angaben der "Financial Times" sei Timberwolf zu einer Zeit aufgelegt worden, als Goldman Sachs bereits beschlossen hatte, sein Exposure auf dem US-Hypothekenmarkt abzubauen.
Die hatte zuletzt der US-Bank vorgeworfen, Investoren in Zusammenhang mit Finanzderivaten auf so genannte Subprime-Hypotheken getäuscht zu haben. Konkret wirft die Behörde dem Bankhaus vor, dass Goldman Sachs ein spezielles Portfolio mit Subprime-Hypothekenpapieren in einer Collateralized Debt Obligation (CDO) gebündelt und dabei den Investoren wesentliche Informationen bezüglich der Werthaltigkeit des Portfolios bewusst vorenthalten habe. Auch das "Timberwolf"-Portfolio sei Teil der Derivate-Struktur, die von der SEC ins Zentrum ihrer Ermittlungen gestellt wurde, schreibt die Wirtschaftszeitung.
Nach Informationen der "New York Post" (Donnerstag) strebt Goldman Sachs derzeit unterdessen in Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen der US-Wertpapieraufsicht einen raschen Vergleich mit der SEC an. Dadurch solle der Image-Schaden für das Bankhaus möglichst gering gehalten werden. Es gelte als sicher, dass es zu einem raschen Vergleich kommen werde, schreibt das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise.
Die Aktie von Goldman Sachs notierte zuletzt bei 160,24 Dollar. (30.04.2010/ac/n/a)
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