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Analysen - Neuer Markt
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05.06.2002
TePla spekulativ kaufen
Aktienservice Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "Aktienservice Research" die Aktien von TePla (WKN 746100) zum Einstieg.
Zu Wochenbeginn hätten sich die TePla AG und die PVA Anlagen GmbH darauf verständigt, ihre Aktivitäten zu bündeln und die gesamte PVA-Gruppe auf die TePla AG zu verschmelzen. Für Anleger bedeute dies, dass ihre Aktie in eine neue Dimension hineinwachsen werde. Im Geschäftsjahr 2001 hätten beide Unternehmen zusammengenommen einen Umsatz von rund 90 Millionen Euro erwirtschaften können. Dies entspreche mehr als einer Vervierfachung des Umsatzvolumens der TePla AG, deren Umsätze sich in 2001 auf 20,2 Millionen Euro belaufen hätten.
Diese hinzukommenden Umsätze der PVA in Märkten für industrielle Anwendungen würden insbesondere die Abhängigkeit der Ertragslage der TePla von der Zyklik des Halbleitermarktes verringern. Diese habe im Geschäftsjahr 2001 auf Grund weltweiter Umsatzeinbrüche zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,7 Millionen Euro geführt. Mit einem breiteren Branchenfokus sei es der an vier Standorten tätigen PVA-Gruppe in den vergangenen drei Geschäftsjahren gelungen, ein durchschnittliches Ergebnis in Höhe von jährlich rund 5 Millionen Euro und damit eine Nach-Steuer-Rendite von jeweils rund 10 Prozent zu erwirtschaften.
In operativer Hinsicht würden sich aus der Sicht von "Aktienservice Research" eine Reihe von Synergien ergeben, welche es dem fusionierten Unternehmen ermöglichen sollten, eine bessere Wettbewerbsposition sowie eine niedrigere Kostenstruktur zu erreichen. Beide Unternehmen würden Systeme zur High-End-Materialbearbeitung im Vakuum oder in reinen Gasen entwickeln und fertigen, dem aber unterschiedliche Technologien, die wiederum unterschiedliche Einsatzbereiche adressieren würden, zu Grunde liegen würden.
Insbesondere auch in regionaler Hinsicht sehe "Aktienservice Research" eine Win:Win-Situation: Hierbei würden beide Unternehmen die Strategie verfolgen, sich durch die Entwicklung spezifischer Anwendungen in identifizierten Nischenmärkten als Marktführer zu positionieren. Dabei sei TePla in den vergangenen Jahren der nachhaltige Eintritt in den US-Markt gelungen, dessen Anteil am Konzernumsatz von 5 Prozent in 1999 auf über 40 Prozent in 2001 gesteigert worden sei. Die PVA andererseits habe sich vor allem auf Nischenmärkte in Europa fokussiert, wo die Gruppe derzeit noch über 80 Prozent der Umsätze erwirtschafte.
Synergien sehe "Aktienservice Research" auch bei den Vertriebswegen. So werde TePla durch die Nutzung der breiten Kundenbasis der PVA die Marktdurchdringung industrieller Plasma-Anwendungen in Europa erheblich beschleunigen. Gleichzeitig würden die TePla-Kundenbasis sowie die bestehenden Fertigungskapazitäten im US-Markt den raschen Einstieg der PVA in diesen Markt ermöglichen, der mit über 30 Prozent des weltweiten Marktvolumens ein bislang noch weitgehend unerschlossenes Umsatzpotenzial berge. Darüber hinaus wolle die PVA ihren Eintritt in den wachstumsstarken Photovoltaikmarkt (Solarzellentechnik), in dem sich die TePla bereits positioniert habe, schnell vorantreiben.
"Aktienservice Research" halte die Fusion zwischen TePla und PVA, soweit sie tatsächlich stattfinden werde, für strategisch sehr sinnvoll. In diesem frühen Stadium sei es noch nicht möglich, die erwarteten Synergien zu quantifizieren, Gewinnschätzungen würden derzeit daher noch jeglicher werthaltigen Grundlage entbehren. Unabhängig davon sei "Aktienservice Research" der Ansicht, dass die angestrebte Verschmelzung für TePla-Aktionäre in langfristiger Hinsicht sehr positiv sei. Strategische, risikobereite Investoren könnten daher nach Bodenbildung eine langfristig angelegte Turnaroundstrategie verfolgen. Der Titel sollte jedoch lediglich als Depotbeimischung eines bereits gut diversifizierten Portfolios betrachtet werden.
Das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für TePla lautet auf "spekulativ kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 2,70 Euro platziert werden.
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