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Analysen - DAX 100
15.06.2010
MTU Aero Engines halten
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Sebastian Hein, stuft die Aktie von MTU Aero Engines (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) unverändert mit "halten" ein.

Im Rahmen der ILA habe die MTU in einem Analystenmeeting eine aktuelle Einschätzung zum operativen Geschäft gegeben. Das Management habe sich zuversichtlich gezeigt, dass die von Emiraten zuletzt georderten Flugzeuge (32 A380 bis 2017) mit Triebwerken des MTU-Konsortiums (GP 7000) ausgestattet würden. Der Auftrag hätte inklusive Spare Parts einen Umsatz von 430 Mio. USD.

Aktuell stehe die Fortentwicklung von zwei Programmen im besonderen Fokus des Vorstands. Zum einen erhoffe man sich eine endgültige Klärung aller Sachverhalte im TP 400-Programm, welches den A400M ausrüste und zum anderen sollte es in 2010 noch zu einer Entscheidung kommen, welches Triebwerk in einem erneuerten A320 zum Einsatz kommen werde. Hier befinde sich die MTU in einem internationalen Konsortium (International Aero Engines AG (IAE)).

Die MTU habe im ersten Quartal 2010 einen Umsatz in Höhe von 640,2 Mio. Euro erzielt (Vj.: 693,1 Mio. Euro). Das operative Ergebnis habe bei 68,8 Mio. Euro nach 75,2 Mio. Euro im Vergleichszeitraum gelegen. Mit 10,7% habe die EBIT-Marge in etwa stabil gehalten werden können. Den Gewinn nach Steuern habe die MTU um 5% auf 32,6 Mio. Euro verbessert; im ersten Quartal 2009 seien es 31,0 Mio. Euro gewesen.

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung habe im ersten Quartal 245,0 Mio. Euro betragen (Vj.: 302,4 Mio. Euro) und sei gegenüber dem Vorquartal stabil geblieben. Der Marktrückgang im Jahresverlauf 2009 habe sich im ersten Quartal 2010 erwartungsgemäß auf dem Niveau des vierten Quartals 2009 stabilisiert. Den höchsten Umsatzanteil habe das V2500 gehabt, das in der Airbus A320-Familie zum Einsatz komme.

Im zivilen Triebwerksgeschäft habe der Umsatz 265,3 Mio. Euro erreicht (Vj.: 284,6 Mio. Euro). Die wichtigsten Umsatzträger im Neu- und Ersatzteilgeschäft seien die Programme V2500 für die Airbus A320-Familie, PW2000 für die Boeing 757 und C-17 sowie das CF6-80C für die Boeing 747 und die Airbus-Typen A310 und A330 gewesen.

Um 19% auf 136,1 Mio. Euro verbessert habe die MTU den Umsatz im militärischen Triebwerksgeschäft (Vj.: 114,2 Mio. Euro). Der Umsatz stütze sich vor allem auf den Eurofighter-Antrieb EJ200 und das Tornado-Triebwerk RB199.

Der Auftragsbestand der MTU habe sich im Vergleich zum Jahresende (31.12.2009: 4,15 Mrd. Euro) um 6% auf 4,4 Mrd. Euro erhöht. Das entspreche dem 1,7fachen des Jahresumsatzes 2009. Das EBIT sei leicht von 75,2 Mio. Euro auf 68,8 Mio. Euro zurückgegangen. Hier schlage sich das umsatzbedingt niedrigere Ergebnis der MRO nieder (14,2 Mio. Euro im ersten Quartal 2010 versus 19,3 Mio. Euro im ersten Quartal 2009). Das EBIT des OEM-Geschäfts sei im ersten Quartal mit 52,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu stabil geblieben (54,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge im OEM-Geschäft habe damit bei 13,2% gelegen (Vj.: 13,7%).

Die MTU profitiere neben der USD-Schwäche von den sich deutlich verbessernden Geschäftsaussichten, die alle Geschäftsbereiche treiben würden.

Das Kursziel wird von 37,00 Euro auf 52,00 Euro erhöht, wobei dies bedeutet, dass die Analysten vom Bankhaus Lampe nach der kräftigen Aufwärtsentwicklung der MTU Aero Engines-Aktie das "halten"-Rating bestätigen. (Analyse vom 15.06.2010) (15.06.2010/ac/a/d)

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