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Analysen - DAX 100
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11.08.2010
Heidelberger Druck ab dem zweiten Halbjahr schwarze Zahlen
Bankhaus Lampe
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Heidelberger Druck-Aktie (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Heidelberger hätten gestern Morgen den Bericht zum zweiten Quartal vorgelegt. Nachdem bereits vorläufige Zahlen zum Auftragseingang, Umsatz und FCF vorgelegt worden seien, habe nur noch ein Fragezeichnen hinter den operativen Ergebnissen gestanden. Diese hätten im Rahmen der Analysten-Erwartungen gelegen (BHLe: -34 Mio. Euro), allerdings unter Konsens (-26 Mio. Euro). Eine Auflösung von Rückstellungen habe zu einem Extraertrag von 15 Mio. Euro geführt, den die Analysten und der Kapitalmarkt nicht auf der Rechnung gehabt hätten. Damit habe die Gesellschaft nach Sondereinflüssen positiv überraschen können (Konsens: -28 Mio. Euro).
Die Auftragseingänge würden seit einigen Quartalen einen deutlichen Aufwärtstrend zeigen. In Q1 hätten zwei großen Messen in England und Brasilien, eine gute Entwicklung in China aber auch positive Wechselkurseffekte (45 Mio. Euro) für ein sehr gutes Resultat gesorgt. Im zweiten Halbjahr sollte dieser bessere Auftragseingang dann auch zu höheren Umsätzen und mit einer höheren Auslastung zu einer positiven Ergebnisentwicklung führen. Angabegemäß würden sich die Auftragseingänge auch nach den Messen weiter gut entwickeln.
Die Analysten würden für das dritte Quartal deshalb ein ausgeglichenes EBIT erwarten, bevor Q4 dann deutlich positiv werde und so zu einem positiven EBIT zum Ende des Geschäftsjahres beitrage. Die Gesellschaft selber habe ihre Prognose zum laufenden Geschäftsjahr bestätigt und gehe von einem moderaten Umsatzwachstum und einem ausgeglichenen EBIT aus. Auch wenn es noch viele Unsicherheiten gebe, würden die Analysten davon ausgehen, dass die Gesellschaft hier zurückhaltend guide, um in der schwierigen Phase keine negativen Überraschungen veröffentlichen zu müssen.
Auch in der Druckindustrie sei ein klarer Aufwärtstrend erkennbar, der die Heidelberger ab dem nächsten Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone zurückführen sollte. Die bevorstehende große Kapitalerhöhung (400 Mio. Euro Mittelzufluss) wirke natürlich verwässernd und laste derzeit auf der Kursentwicklung nach der deutlichen Kurserholung. Allerdings reduziere sich durch die Kapitalmaßnahme die Zinslast um 40 Mio. Euro p.a. Mit einer besseren Bonität bestehe dann weiterer Spielraum, die Finanzstruktur zu optimieren.
Ihre Kaufempfehlung für die Heidelberger Druck-Aktie behalten die Analysten vom Bankhaus Lampe bei. Die Anpassung ihrer 2010/11er Zahlen resultiere aus dem oben erwähnten Sonderertrag. Das Kursziel werde weiterhin bei 10,00 Euro gesehen. (Analyse vom 11.08.2010) (11.08.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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