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Analysen - Ausland
18.08.2010
Wienerberger solides zweites Quartal 2010
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Raiffeisen Centrobank, Klaus Ofner, stuft die Wienerberger-Aktie (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.

Wienerberger sei der weltgrößte Hersteller von Ziegeln und der größte europäische Hersteller von Tondachziegel. Gegründet worden sei Wienerberger im Jahre 1819 und seit 1869 werde das Unternehmen an der Wiener Börse gehandelt. Erst 1986 habe der dynamische Expansionskurs begonnen, welcher innerhalb weniger Jahre aus einem lokalen Ziegelhersteller einen Weltmarktführer geformt habe.

Das Ergebnis im zweiten Quartal 2010 habe zwei Aspekte ganz deutlich aufgezeigt. Erstens sei die flache Entwicklung des Umsatzes im Jahresvergleich eine Indikation für das weiterhin sehr schwache Umfeld im Wohnbau. Zweitens habe die erfolgreich durchgeführte Restrukturierung dazu geführt, dass Wienerberger die Markterwartungen an den operativen Gewinn mit 10% bis 15% habe übertreffen können.

Die Vielzahl an getätigten Maßnahmen zur Anpassung der Produktionskapazität und der Restrukturierung der Bilanz würden Wienerberger damit auch in dem gegenwärtig schwachen Umfeld die Rückkehr zur Profitabilität und die Erzielung positiver Cash Flows erlauben.

Im Ausblick gehe CEO Heimo Scheuch von einer Fortsetzung des positiven Trends in Westeuropa, von einem weiterhin schwachen Umfeld in Osteuropa und von stabilen Absatzvolumina in Nordamerika aus. Das Management erwarte des Weiteren, dass der Preisdruck, der stark auf der Profitabilität laste, im zweiten Quartal den Höhepunkt gefunden habe und in FY 10 unter den 5% im erstem Halbjahr 2010 zu liegen komme.

Zu den positiven Aspekten würden die starke Marktposition als Nummer Eins im Ziegelgeschäft, und Nummer Eins in Europa bei Dachziegeln, der starke operative Cash Flow nach Investitionsausgaben und die Kapitalbindung im Umlaufvermögen, die regionale Diversifikationsstrategie sowie der gesteigerte Marktanteil durch natürliche Marktkonsolidierung und flexible Preispolitik gehören.

Negativ zu bewerten seien die Schwäche aller Konzernmärkte und besondere die Unsicherheit in Osteuropa verstärkt durch den Preisdruck, die Abhängigkeit vom volkswirtschaftlichen Umfeld und die Saisonalität des Geschäfts sowie der Kostendruck durch mangelnde Kapazitätsauslastung.

Basierend auf verschiedenen Bewertungsmethoden reduzieren die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihr Kursziel auf EUR 15,00 von vormals EUR 16,50 und bestätigen ihre "kaufen"-Empfehlung für die Wienerberger-Aktie aufgrund des hohen Potenzials für eine mittelfristige Erholung des Gewinns. (Analyse vom 18.08.2010) (18.08.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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