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Analysen - Nebenwerte
29.11.2010
Porsche Verkäufe ziehen weiter an
SEB

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Stipo Bralo, Analyst der SEB, stuft die Vorzugsaktie von Porsche (ISIN DE000PAH0038/ WKN PAH003) mit "reduce" ein.

Geplant sei, dass Porsche bis Ende 2011 in den Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403)-Konzern integriert werde. Von 2011 an werde das Geschäftsjahr wie bei Volkswagen an das Kalenderjahr angepasst. Daher habe Porsche Quartalszahlen für das Rumpfgeschäftsjahr vorgelegt. Der Sportwagenbauer komme immer besser in Fahrt. Der Sportwagenbauer habe von August bis Oktober seinen operativen Gewinn von 52 Mio. EUR auf 395 Mio. EUR gesteigert. Der Umsatz sei im ersten Quartal des Ende Dezember endenden Geschäftsjahres um 80% auf 2,06 Mrd. EUR geklettert. Der Absatz sei um 86,4% auf 21.218 Sport- und Geländewagen gestiegen. Porsche rechne für das verkürzte Geschäftsjahr mit einer zweistelligen Umsatzrendite.

Porsche wolle den Absatz mittelfristig auf 150.000 Sport- und Geländewagen steigern. Die operative Zusammenarbeit bei Porsche und VW gehe weiter voran. Gemeinsam würden zahlreiche Kooperationsprojekte auf den Weg gebracht. Porsche rechne für das Rumpfgeschäftsjahr 2010 mit einer zweistelligen Umsatzrendite und einem mindestens ausgeglichenen Ergebnis. Für das Kalenderjahr 2011 werde ein positives Konzernergebnis erwartet.

Die Integration von Porsche in den VW-Konzern könnte sich aufgrund von Rechtstreitigkeiten im Bezug auf die Verschmelzung sowie Schadensersatzansprüchen aus den USA verzögern. Sollte das US-Gericht die Klage zulassen, müsste Porsche mit einem langjährigen Rechtstreit rechnen. Insgesamt würden sich die Forderungen auf 4 Mrd. EUR belaufen.

Die Vorzugsaktie von Porsche legte seit Anfang November einen fulminanten Anstieg von über 60% hin, so Savas Demirtas, technischer Analyst der SEB. Dabei sei sie ohne größeren Widerstand über einige Hürden gestiegen und habe bei 60,20 EUR ein neues Jahreshoch aufgestellt. Aktuell biete nun der Widerstand bei 58,80 EUR der Aktie die Stirn. Die mittelfristige Aufwärtsbewegungsdynamik schwäche sich deutlich ab. Nach solch einer Aufwärtsbewegung sei auch mal eine Verschnaufpause angebracht.

Das langfristige Trendumfeld könne sich vom niedrigen Niveau deutlich verbessern. Das Momentum habe bereits die Nullachse nach oben geschnitten und der MACD stehe kurz davor. Dies spricht dafür, dass die Aktie nach einer Verschnaufpause um das aktuelle Niveau herum mindestens bis zum Widerstand bei 69,46 EUR ansteigen dürfte. Ob es innerhalb der Verschnaufpause zu einer Pullback-Reaktion bis auf die Unterstützung bei 46,58 EUR komme, sei ungewiss. Jegliche kleine Korrektur sollte daher genutzt werden, um Neu- bzw. Zukäufe zu tätigen.

Operativ gehe es bei Porsche weiter aufwärts. Allerdings würden die Klagen in den USA weiterhin ein Risiko für die Aktie darstellen. Aufgrund der sich stetig bessernden Geschäftsentwicklung würden die Analysten ihr Kursziel von 46 EUR auf 55 EUR erhöhen.

Die Analysten der SEB bewerten die Vorzugsaktie von Porsche mit "reduce". (Analyse vom 29.11.2010) (29.11.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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