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Analysen - TecDAX
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20.12.2010
Drägerwerk zahlreiche Sondereffekte beflügeln
Hamburger Sparkasse
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Marco Günther, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Vorzugsaktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636/ WKN 555063) unverändert mit "halten" ein.
Die Drägerwerk AG sei 1889 in Lübeck gegründet worden und werde in fünfter Generation von der noch immer mehrheitlich beteiligten Gründerfamilie geführt. In den letzten Jahren sei eine Fokussierung auf die Kernaktivitäten Sicherheitstechnik (Dräger Safety) und Medizintechnik (Dräger Medical) erfolgt. Diese würden beispielsweise Schutzbekleidung und Produkte zur Messung von Luftverunreinigungen bzw. Lösungen für den klinischen Akutbereich sowie für den Sektor Home Care anbieten.
Im Teilkonzern Dräger Medical habe die Muttergesellschaft den 25-prozentigen Minderheitsanteil von der Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) wieder für einen Kaufpreis in Höhe von insgesamt 250 Mio. EUR übernommen. Damit entfalle die Beteiligung der Münchener am Gewinn. Ferner dürften die Lübecker mit dieser Transaktion Einsparungen von jährlich rund 10 bis 15 Mio. EUR generieren. Die Eigenkapitalquote betrage per 30.09.2010 32,4 Prozent.
Zahlreiche Sondereffekte hätten die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr beflügelt und die Gewinnerwartungen anziehen lassen. Als Reaktion darauf dürfte das Wachstumstempo in 2011 deutlich schwächer ausfallen. Eine Verbesserung der Rentabilität erscheine konform zu den Äußerungen des Vorstandes eher als unrealistisch.
Nach Einschätzung der Analysten der Hamburger Sparkasse bleibt die Vorzugsaktie von Drägerwerk haltenswert. (Analyse vom 20.12.2010) (20.12.2010/ac/a/t)
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