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News - Marktberichte
29.12.2010
Börse Frankfurt Schluss: Im Plus, DAX knapp unter 7.000 Punkte-Marke
aktiencheck.de

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Aktienmärkte legten am vorletzten Handelstag des Jahres zu. Da die Nachrichtenlage sehr dünn war und der Jahreswechsel bevor steht, fiel das Handelsvolumen gering aus. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) stieg um 0,34 Prozent auf 6.995,47 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) legte um 0,33 Prozent zu auf 10.114,19 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es um 0,42 Prozent nach oben auf 5.178,37 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verbesserte sich um 0,64 Prozent auf 854,24 Punkte. Der Bund Future verlor zuletzt 0,23 Prozent auf 124,90 Zähler, während der Euro 0,80 Prozent auf 1,3189 Dollar zulegte.

Das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte einschließlich Extrahaushalte hat sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2010 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes deutlich reduziert. So fiel das Defizit mit 84,2 Mrd. Euro um 12,6 Mrd. Euro geringer aus als in den ersten drei Quartalen 2009. Hierbei gingen die öffentlichen Ausgaben gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum leicht um 0,3 Prozent auf 837,2 Mrd. Euro zurück. Die öffentlichen Einnahmen stiegen dagegen um 1,4 Prozent auf 753,1 Mrd. Euro. Ferner wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber 2009 voraussichtlich um 1,1 Prozent erhöhen. Nahezu im gesamten Verlauf des Jahres 2010 wurde die Teuerungsrate maßgeblich durch starke Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse bestimmt. Wie das Statistische Bundesamt heute nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, wird der Verbraucherpreisindex im Dezember 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 1,7 Prozent steigen. Im Vormonatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise saisonbedingt um 1,0 Prozent.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine leicht positive Tendenz ab. Die wichtigsten US-Indizes liegen derzeit mit bis zu 0,2 Prozent im Plus. Am Donnerstag werden einige Konjunkturdaten aus den USA erwartet. So stehen unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der US Einkaufsmanagerindex Chicago für Dezember auf der Agenda.

SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) musste im Rechtsstreit mit dem US-Konkurrenten Oracle (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) neben einer Milliardenstrafe auch noch Zinsen zahlen. So verurteilte ein US-Bundesgericht SAP am Dienstag zusätzlich zur bereits verhängten Strafe von 1,3 Mrd. Dollar zur Zahlung von Zinsen. Jedoch legte das Gericht eine andere Kalkulation als die des US-Konzerns zugrunde, so dass sie Summe unter den von Oracle geforderten 211,7 Mio. Dollar liegt. Den genauen Betrag ließ das Gericht aber offen. Das Papier von SAP notiert annähernd auf Vortagesniveau. Des Weiteren haben die zu MAN (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) gehörende MAN Nutzfahrzeuge und ihre Vertriebstochter MAN Avtomobili Rossiya (MAR) einen Großauftrag über insgesamt 1.700 Lastkraftwagen der Baureihe TGS erhalten. So wurde ein entsprechender Rahmenvertrag mit Tander, der Verwaltungsgesellschaft des Lebensmitteleinzelhändlers MAGNIT, unterzeichnet. MAN verteuern sich heute um 0,1 Prozent. Ferner verlautbarte RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712), dass Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Energieagentur GmBH, mit sofortiger Wirkung den Vorsitz des Beirates der RWE Innogy übernimmt. Zudem haben die zu RWE gehörende RWE Dea North Africa and Middle East Branch und die libysche National Oil Corp. (NOC) ein Abkommen zur Exploration und Produktionsaufteilung (EPSA IV) unterzeichnet, das für die Konzessionen NC 193 und NC 195 im Sirte-Becken gilt. Unternehmensangaben zufolge wird das Joint Venture, bestehend aus NOC und RWE Dea nach Ratifizierung des Abkommens durch die libysche Regierung und Bestätigung der Wirtschaftlichkeit von acht fündigen Bohrungen die Aktivitäten in Libyen ausweiten. Die Aktie legt zum Handelsende um 0,4 Prozent zu. Im DAX fallen als Tagessieger Volkswagen mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent ins Auge. Ganz oben auf der Verkaufsliste finden sich gleichzeitig Henkel mit einem Abschlag von 1 Prozent wieder.

Nachrichten gab es heute auch aus der zweiten Reihe. Der Agrarhandelskonzern BayWa (ISIN DE0005194062/ WKN 519406) meldete einen Zukauf. So hat die kürzlich gegründete BayWa r.e U.S. LLC, eine 100-prozentige Beteiligung der BayWa r.e GmbH, 80 Prozent der Anteile an dem US-Unternehmen Focused Energy erworben. Der Kaufpreis beträgt rund 13 Mio. Euro frei von Nettofinanzschulden. Damit steigt die Gesellschaft in den US-Markt für Photovoltaik-Anlagen ein. Das Papier verbesserte sich um 0,2 Prozent. ACS (ISIN ES0167050915/ WKN A0CBA2) kann sich indes mit seiner Beteiligung an HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) nach wie vor nur geringfügig der 30 Prozent-Marke annähern. Wie der spanische Baukonzern heute bekannt gab, ist das Tauschangebot für insgesamt 1.653.567 HOCHTIEF-Aktien angenommen worden. Das waren etwa 100.000 Anteile mehr als am Vortag. Damit beläuft sich der Stimmrechtsanteil jetzt auf 29,40 Prozent. Die Aktie von HOCHTIEF notiert annähernd auf Vortagesniveau. Tognum (ISIN DE000A0N4P43/ WKN A0N4P4) gaben gleichzeitig als drittschwächster Wert im MDAX um 1,1 Prozent nach. Der Antriebssystem- und Energieanlagenspezialist beendet seine Brennstoffzellen-Aktivitäten. Man sei zu dem Ergebnis gelangt, dass sich dieses Geschäft mittelfristig unter den zurzeit weltweit erkennbaren Markt- und Förderbedingungen nicht kommerziell gestalten lässt. Die Prognose für das Gesamtjahr 2010 wird den Angaben zufolge davon nicht beeinflusst. Auch die Aussichten für 2011 werden von diesem Schritt nicht beeinträchtigt. An der Spitze des MDAX gewannen heute SGL CARBON 2,9 Prozent hinzu, am Ende geben Gerresheimer um 2,1 Prozent nach.

Ganz oben auf der Gewinnerliste im TecDAX finden sich heute die Aktien von SINGULUS mit einem Aufschlag von 9,8 Prozent wieder. Gleichzeitig verlieren am Ende Bechtle 0,8 Prozent an Wert. Im SDAX können als bester Wert Bauer um 3,6 Prozent vorrücken, während am Indexende Homag Group 4,2 Prozent nachgeben.

DAX: 6.995,47 (+0,34 Prozent) MDAX: 10.114,19 (+0,33 Prozent) SDAX: 5.178,37 (+0,42 Prozent) TecDAX: 854,24 (+0,64 Prozent) (29.12.2010/ac/n/m)


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