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Analysen - Marktberichte
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30.12.2010
Aktienmarkt ruhige Woche
LB Baden-Württemberg
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www.optionsscheinecheck.de
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Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Traditionell gilt die letzte Börsenwoche des Jahres zwischen Weihnachten und Silvester als sehr ruhig und umsatzschwach, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.
Viele Investoren hätten zu diesem Zeitpunkt die Bücher längst geschlossen. Doch dieses Jahr sei "zwischen den Tagen" nochmals Bewegung in den Markt gekommen und der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei unter die 7.000er Marke gefallen.
Hauptgrund für den Kursrutsch seien schlechte Nachrichten aus China gewesen. Pekings Stadtregierung wolle im kommenden Jahr die Zahl der Auto-Neuzulassungen halbieren, um das Verkehrschaos mit den täglichen kilometerlangen Staus in den Griff zu bekommen. Viele Händler hätten diese Meldung zum Anlass genommen, um ihre Gewinne - die Automobilaktien hätten zu den Top-Performern das Jahres 2010 gehört - sicherzustellen.
Entsprechend hätten Autoaktien zu den größten Verlierern an Europas Börsen gehört. So hätten die Papiere von BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000), Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) und Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) zeitweise jeweils mehr als fünf Prozent nachgegeben. Auch Zulieferer wie Continental (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) hätten teilweise erhebliche Kursverluste hinnehmen müssen.
Für Beruhigung hätten Aussagen des deutschen Branchenverbands VDA gesorgt, der in China weiterhin mit einem Wachstum des Automarktes um 11% auf 12,1 Mio. Fahrzeuge rechne. Auch die Autohersteller selbst hätten sich betont gelassen geäußert. Und unter dem Strich bleibe die Jahresperformance der Autotitel - bei BMW und Volkswagen seien es stolze 90% gewesen - immer noch mehr als beeindruckend.
Auch die Investoren könnten gelassen den ersten Sitzungen des neuen Jahres entgegensehen, wo es darum gehe, die Depots für die erwartete positive Tendenz des neuen Jahres zu konzipieren. (30.12.2010/ac/a/m)
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