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News - Marktberichte
30.12.2010
Wochenrückblick KW52
aktiencheck.de

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen überwiegend negativ entwickelt. Der DAX verlor 2 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz bisher ein Minus von 1,7 Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche bislang mit einem Minus von 1,1 Prozent abgeschlossen. In den USA konnte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 0,1 Prozent zulegen.

Die deutschen Aktienmärkte gingen am Montag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Dabei drückten negative Nachrichten aus China auf die Stimmung. Einem Pressebericht zufolge plant die Stadtregierung von Peking, die Zahl der Autozulassungen im kommenden Jahr zu halbieren, um so die Staus in den Griff zu bekommen. Dies zog insbesondere Automobilwerte nach unten. Der DAX fiel um 1,23 Prozent. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) ist für 2011 zuversichtlich und erwartet im Jahresdurchschnitt ein Wachstum von 2,3 Prozent. Wie es hieß, dürfte die Binnennachfrage 2011 zu einem stabilen zweiten Standbein des Wirtschaftswachstums werden, denn Beschäftigungsaufbau und etwas höhere Lohnabschlüsse werden den privaten Verbrauch stützen. Das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung stellt den Angaben zufolge derzeit die Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone dar. AUDI, eine Tochtergesellschaft von Volkswagen (-4,8 Prozent), plant das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte. So sollen von 2011 bis 2015 rund 11,6 Mrd. Euro vor allem in neue Produkte und Technologien sowie den Ausbau der Standorte investiert werden. Auf den Plätzen eins und drei der Verliererliste fanden sich die Papiere von BMW und Daimler mit Abschlägen von 6,4 bzw. 4,6 Prozent wieder. Die Deutsche Telekom (-0,4 Prozent) will Presseangaben zufolge seine griechische Tochter OTE, die bisher hinter den Erwartungen zurückbleibt, mittels einer Radikalkur gesundsparen. Dem Bericht zufolge sieht der Telekom-Europavorstand Guido Kerkhoff im Festnetzgeschäft noch einige strukturelle Aufgaben zu lösen. Ziel seien personelle Anpassungen und niedrigere Gehälter. In diesem Zusammenhang würden bereits Verhandlungen mit Gewerkschaften und Regierung geführt. Am Dienstag sind die deutschen Aktienmärkte sind bei dünnem Handelsvolumen in der Nähe ihrer Vortagesschlusskurse aus dem Handel gegangen. Der DAX stieg um 0,02 Prozent. Die deutschen Pkw-Hersteller dürften einem Pressebericht zufolge mit einer Kapazitätsauslastung von über 90 Prozent derzeit am Rande ihrer Möglichkeiten produzieren. So wurde Matthias Wissmann, der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) mit der Aussage zitiert, dass sehr viele Unternehmen mit Volllast arbeiten würden. Deutsche Lufthansa (-0,4 Prozent) gab bekannt, dass sich die Situation an der US-Ostküste nach Abzug des Blizzards zunehmend normalisiert. Die Flughäfen New York JFK und Newark sind wieder geöffnet. Den Angaben zufolge wird die Lufthansa ihre Flüge von und nach New York planmäßig durchführen können. Auch die Flüge von und nach Moskau werden heute wieder planmäßig erfolgen. Roth & Rau (-11,5 Prozent) veröffentlichte eine Gewinnwarnung. Beim Solartechnikkonzern belasten außerplanmäßige Wertberichtigungen die Ertragslage des laufenden Geschäftsjahres 2010. So entsteht aufgrund des Risikos einer Zahlungsunfähigkeit des US-Kunden SpectraWatt voraussichtlich ein außerplanmäßiger Abwertungsbedarf zum 31. Dezember 2010 in Höhe von rund 12,5 Mio. Euro. Der US-Solarzellenhersteller hatte überraschend angekündigt, den Geschäftsbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen im ersten Quartal 2011 voraussichtlich einzustellen. Daher kann den Angaben zufolge die für das Gesamtjahr 2010 getroffene Umsatz- und Ertragsprognose nicht erreicht werden. Am Mittwoch pendelte der DAX um die Marke von 7.000 Punkten und ging am Ende mit einem Aufschlag von 0,34 Prozent knapp unter der markanten Marke aus dem Handel. Das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte einschließlich Extrahaushalte hat sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2010 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes deutlich reduziert. So fiel das Defizit mit 84,2 Mrd. Euro um 12,6 Mrd. Euro geringer aus als in den ersten drei Quartalen 2009. Ferner wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber 2009 voraussichtlich um 1,1 Prozent erhöhen. Nahezu im gesamten Verlauf des Jahres 2010 wurde die Teuerungsrate maßgeblich durch starke Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse bestimmt. Wie das Statistische Bundesamt heute nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, wird der Verbraucherpreisindex im Dezember 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 1,7 Prozent steigen. Im Vormonatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise saisonbedingt um 1,0 Prozent. SAP (fast unverändert) musste im Rechtsstreit mit dem US-Konkurrenten Oracle (-0,2 Prozent) neben einer Milliardenstrafe auch noch Zinsen zahlen. So verurteilte ein US-Bundesgericht SAP am Dienstag zusätzlich zur bereits verhängten Strafe von 1,3 Mrd. Dollar zur Zahlung von Zinsen. Jedoch legte das Gericht eine andere Kalkulation als die des US-Konzerns zugrunde, so dass sie Summe unter den von Oracle geforderten 211,7 Mio. Dollar liegt. Den genauen Betrag ließ das Gericht aber offen. Zudem haben die zu MAN (+0,1 Prozent) gehörende MAN Nutzfahrzeuge und ihre Vertriebstochter MAN Avtomobili Rossiya (MAR) einen Großauftrag über insgesamt 1.700 Lastkraftwagen der Baureihe TGS erhalten. Schließlich verlautbarte RWE (+0,4 Prozent), dass Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Energieagentur GmBH, mit sofortiger Wirkung den Vorsitz des Beirates der RWE Innogy übernimmt. Zudem haben die zu RWE gehörende RWE Dea North Africa and Middle East Branch und die libysche National Oil Corp. (NOC) ein Abkommen zur Exploration und Produktionsaufteilung (EPSA IV) unterzeichnet, das für die Konzessionen NC 193 und NC 195 im Sirte-Becken gilt. Am Donnerstag wiesen die deutschen Aktienmärkte teilweise deutliche Verluste aus. Der DAX ging am letzten und verkürzten Handelstag des Jahres mit einem Abschlag von 1,16 Prozent aus dem Handel. In den Monaten Juli bis September 2010 wurden Waren im Wert von 244,9 Mrd. Euro aus Deutschland ausgeführt. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, war das eine Steigerung um 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Preisbereinigt erhöhten sich die Ausfuhren um 17,9 Prozent. Nach Deutschland eingeführt wurden im dritten Quartal 2010 Waren im Wert von 205,5 Mrd. Euro, das waren 24,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund gestiegener Preise, vor allem bei den Einfuhren von Energieträgern und Rohstoffen, verzeichneten die Importe in der realen Abgrenzung jedoch einen niedrigeren Zuwachs und zwar von 16,6 Prozent. Das Land Berlin will bereits im Januar 2011 Verhandlungen mit RWE (-0,5 Prozent) über einen Erwerb deren Anteile an den Berliner Wasserbetrieben (BWB) starten. Der Mitgesellschafter, der französische Umweltservice-Konzern Veolia Environnement will sich aber weiterhin nicht von seinen BWB-Anteilen trennen. Beide Konzerne halten jeweils 24,95 Prozent der BWB-Anteile, die übrigen 50,1 Prozent besitzt das Land. Der Militärtransporter A400M des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (+0,9 Prozent) steht einem Medienbericht von Mittwoch zufolge kurz vor der Serienproduktion. So hat das Airbus-Werk in Bremen den Rumpf für das letzte Testflugzeug "Grizzly 5" fertig gestellt. In den nächsten Tagen werde es nun zur Endmontage nach Sevilla ausgeliefert. Die Unternehmenssprecherin Nina Ohlerich wurde mit den Worten zitiert, dass dies der Auftakt zur Serienproduktion sei.

Die europäischen Börsen sind am Montag mit Verlusten in die letzte Handelswoche des Jahres gestartet. Als Belastungsfaktor erwiesen sich dabei Meldungen aus China. So hob die chinesische Notenbank zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten die Leitzinsen an. Zudem plant die Stadtregierung von Peking, die Zahl der Autozulassungen im kommenden Jahr zu halbieren, um die Staus in den Griff zu bekommen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,24 Prozent. Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Dezember 2010 weniger abgekühlt als noch im Vormonat. So verringerte sich der britische Hometrack-Immobilienpreisindex um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau. Im November war ein Minus von 0,8 Prozent verzeichnet worden. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Immobilienpreise um 1,6 Prozent. Der spanische Baukonzern ACS (-2 Prozent) nähert sich mit seiner Beteiligung an dem deutschen Konkurrenten HOCHTIEF der 30 Prozent-Marke. So beläuft sich der Stimmrechtsanteil inzwischen auf 29,27 Prozent. Wird die Hürde von 30 Prozent genommen, dann kann ACS weitere HOCHTIEF-Aktien über die Börse erwerben ohne ein Pflichtangebot unterbreiten zu müssen. ACS hatte sein Angebot am 15. Dezember 2010 erhöht und bietet nunmehr je neun ACS-Aktien für je fünf HOCHTIEF-Aktien. Am Dienstag zeigten die wichtigsten europäischen Börsen keine einheitliche Tendenz. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gab um 0,08 Prozent nach. Die französische Statistikbehörde INSEE gab die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal 2010 bekannt und hat dabei die vorläufigen Angaben leicht nach unten korrigiert. Demnach lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent über dem Niveau des Vorquartals, wogegen vorläufig ein Plus von 0,4 Prozent gemeldet worden war. Im zweiten Quartal 2010 war das BIP um revidiert 0,6 (vorläufig: 0,7) Prozent gewachsen. Gleichzeitig lag das französische Haushaltsdefizit im dritten Quartal 2010 unter dem Vorquartalsniveau. So verringerte sich der Fehlbetrag zum Quartalsende auf insgesamt 1,575 Bio. Euro, nach 1,592 Bio. Euro im Vorquartal. Dagegen wurde das Defizit des Vorjahresquartals von 1,457 Bio. Euro übertroffen. Damit erreichte die Verschuldung 81,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), im Vergleich zu 82,9 im zweiten Quartal 2010 und 76,2 Prozent im dritten Quartal 2009. ArcelorMittal (-0,1 Prozent) hat Call-Optionen erworben, die zum Kauf von 26.533.997 eigenen Aktien zu einem Preis von 30,15 Dollar pro Anteil berechtigen. Dieser Schritt dient den Angaben zufolge zur Absicherung einer im Mai 2014 fälligen Wandelanleihe, die zum Tausch in ArcelorMittal-Aktien berechtigt. Hierzu wurde zudem im November 2010 ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Veolia Environnement (+0,1 Prozent) will sich einem Pressebericht zufolge auch weiterhin nicht von seinen Anteilen an den Berliner Wasserbetrieben (BWB) trennen. Neuigkeiten gab es zudem zum nicht enden wollenden Übernahmekampf zwischen ACS (+0,2 Prozent) und HOCHTIEF (+0,1 Prozent). So konnte sich der spanische Baukonzern ACS mit seiner Beteiligung an HOCHTIEF zuletzt nur geringfügig der 30-Prozent-Marke annähern. Wie das Unternehmen heute mitteilte, ist das Tauschangebot für insgesamt 1.554.681 HOCHTIEF-Aktien angenommen worden. Das waren nur etwa 4.000 Anteile mehr als an Heiligabend. Damit beläuft sich der Stimmrechtsanteil weiterhin auf 29,27 Prozent. Bei dünner Nachrichtenlage und geringen Umsätzen zeigten sich die europäischen Börsen am Mittwoch von ihrer freundlichen Seite und gingen mit Zugewinnen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 legte um 0,60 Prozent zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte für November 2010 ein stärkeres Geldmengenwachstum in der Eurozone. So kletterte die Geldmenge M3 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent, nach 0,9 Prozent im Oktober 2010 und -0,2 Prozent im November 2009. Der Wert wird bereinigt um Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren, die von Investoren außerhalb der Eurozone gehalten werden, ermittelt. Smith & Nephew (-1,3 Prozent) hat von der U.S. Food and Drug Administration eine Verwarnung erhalten. Behördenangaben zufolge haben FDA-Inspektoren den Produktionsprozess bei der Herstellung von Hüftersatzgeräten im deutschen Werk in Tuttlingen beanstandet. So seien erforderliche Tests beim R3 Ceramic Acetabular System nicht durchgeführt und Produktionsprobleme nicht angemessen untersucht worden. Der Umsatz des spanischen Einzelhandels hat sich im November 2010 weiter reduziert. So schrumpften die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent. Im Oktober war ein Umsatzrückgang um 2,9 Prozent ermittelt worden. ACS (+1,5 Prozent) konnte sich mit seiner Beteiligung an HOCHTIEF nach wie vor nur geringfügig der 30-Prozent-Marke annähern. Wie der spanische Baukonzern heute bekannt gab, ist das Tauschangebot für insgesamt 1.653.567 HOCHTIEF-Aktien angenommen worden. Das waren etwa 100.000 Anteile mehr als am Vortag. Damit beläuft sich der Stimmrechtsanteil derweil auf 29,40 Prozent. Die wichtigsten europäischen Börsen verzeichnen im Donnerstaghandel derzeit deutlichere Abschläge. Dabei belastet eine negative Konjunkturmeldung aus China. So fiel dort der Einkaufsmanagerindex im Dezember auf ein Dreimonatstief. Die Nachrichtenlage ist aber insgesamt nach wie vor dünn. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 1,12 Prozent. Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Schweiz hat sich im dritten Quartal 2010 nach Angaben der Schweizerischen Nationalbank vergrößert. Demnach erhöhte sich der Aktivsaldo auf 21,2 Mrd. Schweizer Franken (CHF), nach 19,0 Mrd. CHF im zweiten Quartal 2010 und 16,2 Mrd. CHF im Vorjahresquartal. Hierbei schrumpfte der Handelsbilanzüberschuss von 4,7 Mrd. CHF im Vorquartal auf nunmehr 4,1 Mrd. CHF. Daneben sank der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz von 13,2 Mrd. auf 11,2 Mrd. CHF. Das Leistungsbilanzdefizit in Spanien ist ferner im Oktober 2010 nach Angaben der spanischen Notenbank gesunken. Demnach schrumpfte der Passivsaldo auf 2,7 Mrd. Euro, nachdem er im Vorjahresmonat noch bei 4,9 Mrd. Euro gelegen hatte. Hierbei fiel das Handelsbilanzdefizit binnen Jahresfrist von 3,5 Mrd. auf nun 3,2 Mrd. Euro, wogegen der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz von 2,3 Mrd. auf 3,0 Mrd. Euro anwuchs. Indes hat sich der Anstieg der italienischen Erzeugerpreise im November 2010 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat beschleunigt. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Erzeugerpreise um 4,0 Prozent, während im Oktober eine Preissteigerung von 3,8 Prozent ermittelt worden war. Auf Monatssicht erhöhte sich das Preisniveau um 0,4 Prozent, gegenüber einem Preisrückgang um 0,1 Prozent im Oktober. Carrefour (-0,5 Prozent) hat den angekündigten Markteintritt in Indien vollzogen. So wurde in Neu-Delhi der erste Großhandelsmarkt unter dem Namen Carrefour Wholesale Cash & Carry eröffnet. ArcelorMittal (fast unverändert) hat ferner die Annahmefrist für das Übernahmeangebot für den kanadischen Eisenerzkonzern Baffinland Iron Mines verlängert. Unternehmensangaben zufolge läuft die Frist nun bis 11:59 p.m. (Toronto time) am 10. Januar 2011.

Die Zinserhöhung in China drückte am Montag auf die Stimmung der Investoren an der Wall Street. Die Indizes starteten nach dem Weihnachtswochenende schwächer, konnten ihre anfänglichen Verluste im Handelsverlauf aber wettmachen. Der Dow Jones schloss mit einem kleinen Minus von 0,16 Prozent. Der Versicherungskonzern AIG (+9 Prozent) hat Darlehen im Volumen von 3 Mrd. Dollar bekommen, die in Anspruch genommen werden sollen, sobald AIG die Staatshilfen vollständig zurückgezahlt hat. Wie AIG weiter bekanntgab, wird das Gesamtvolumen von 3 Mrd. Dollar in ein Darlehen mit einer Laufzeit von 364 Tagen und eines mit einer Laufzeit von drei Jahren aufgespalten. Darüber hinaus hat die Sachversicherungstochter Chartis ein Darlehen über 1,2 Mrd. Dollar mit einer Laufzeit von einem Jahr erhalten. Als Kreditgeber fungieren insgesamt 36 Bankgesellschaften. Mit Nachrichten machte daneben auch General Electric (+1 Prozent) auf sich aufmerksam. Der Mischkonzern veräußert sein Wohnhypothekengeschäft in Mexiko an Santander Mexico, eine Tochter von Spaniens größter Bankgesellschaft Banco Santander. Der amerikanische Einzelhändler Wal-Mart Stores (fast unverändert) will gemeinsam mit fünf anderen Unternehmen in den chinesischen Online-Retailer 360buy.com investieren. Dem chinesischen Unternehmen zufolge ist Wal-Mart eines von fünf Unternehmen, die gemeinsam rund 500 Mrd. Dollar in die private chinesische Firma investieren möchten. Welcher Anteil dabei auf den weltgrößten Einzelhandelskonzern entfällt, wurde nicht bekannt. Der US-Konzern äußerte sich bislang nicht zu den Plänen. Wal-Mart Stores (unverändert) will gemeinsam mit fünf anderen Unternehmen in den chinesischen Online-Retailer 360buy.com investieren. Wie das chinesische Unternehmen mitteilte, ist Wal-Mart eines von fünf Unternehmen, die gemeinsam rund 500 Mio. Dollar in die private chinesische Firma investieren möchten. Nicht bekannt wurde allerdings, welcher Anteil dabei auf Wal-Mart entfällt. Am Dienstag gingen die US-Börsen nach einem ruhigen Verlauf mit uneinheitlichen Kursen aus dem Handel. Nach einem etwas schwächeren Start verbesserte sich der Dow Jones um 0,18 Prozent. Im Blick standen insbesondere Konjunkturdaten. Das US-Verbrauchervertrauen hat sich im Dezember 2010 nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts Conference Board verschlechtert. Demnach sank der entsprechende Index auf 52,5 Punkte, nach revidiert 54,3 Punkten (vorläufig: 54,1 Punkte) im Vormonat. Volkswirte hatten zuvor einen Wert von 56,1 Punkten erwartet. Ferner sind die Immobilienpreise in den USA im Oktober 2010 gegenüber dem Vormonat gesunken. Wie aus dem S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, reduzierten sich die Häuserpreise in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtzeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 0,80 Prozent ausgewiesen, nach einem Plus von 0,59 Prozent im September. Johnson & Johnson (+0,2 Prozent) erhielt Nachrichten von der FDA. Er gab bekannt, dass er die klinischen Studien für sein neues Schmerzmittel ausgesetzt hat. Grund hierfür waren Sicherheitsbedenken der FDA. Demnach könnte die Einnahme des Medikaments möglicherweise zu Arthrose oder Knochennekrose führen. Johnson & Johnson kündigte an, dass man gemeinsam mit der FDA an der Lösung dieses Problems arbeiten werde. Am Mittwoch mussten die US-Börsen einen Teil ihrer zwischenzeitlichen Aufschläge bis zum Handelsende wieder abgeben und schlossen mit leichten Gewinnen. Bei dünner Nachrichtenlage waren die Handelsumsätze einmal mehr recht gering. Der Dow Jones gewann am Ende 0,09 Prozent. Der US-Versicherungskonzern Allstate (-0,3 Prozent) hat eine Klage gegen die Bank of America (fast unverändert) wegen der fahrlässigen Vergabe von Hypotheken eingereicht. Wie aus der Klageschrift hervorgeht, die am Montag in New York eingereicht wurde, verklagt Allstate den Bankriesen unter anderem wegen der falschen Darstellung von Risiken für Hypotheken im Volumen von rund 700 Mio. Dollar. Demnach seien Darlehen an Kreditnehmer vergeben worden, die sich die Immobilien nicht hätten leisten können und bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tilgungsverzug zu erwarten war. Der Häuser- und Autoversicherer verlangt nun eine Annullierung des Kaufs der weitergegebenen Hypotheken sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden. Dem Technologiekonzern Apple (fast unverändert) könnte ebenfalls Ärger ins Haus stehen. So sieht sich in den USA Klagen gegenüber. Wie bekannt wurde, ist der amerikanische Konzern in zwei Fällen wegen angeblicher Datenschutzverstöße verklagt worden. Die Nutzer des Smartphones iPhone und des Tablet-Computers iPad werfen Apple vor, persönliche Informationen der Nutzer von Anwendungen, sogenannter Apps, für Werbezwecke an Dritte weiterzugeben, ohne zuvor die Erlaubnis dafür eingeholt zu haben. Die Kläger, die neben einem Verbot der Datenweitergabe ohne Einverständnis auch eine finanzielle Entschädigung fordern, streben Sammelklagen an, denen sich weitere Kläger anschließen können. Die Private-Equity-Gesellschaft Leonard Green & Partners ist Presseangaben zufolge an einer Übernahme des Großhändlers BJ's Wholesale Club (+7 Prozent) interessiert. Dem Bericht zufolge wird dabei auch ein feindliches Übernahmeangebot in Betracht gezogen. So könnte in den nächsten Wochen ein feindlicher Übernahmeversuch starten, falls sich BJ's nicht selbst zum Verkauf stellt. Jedoch hätten das Board und Management von BJ's angekündigt, nach den Ferien eine Auktion einzuleiten. Wie es weiter hieß, hatte BJ's im November die Experten von Morgan Stanley mit der Suche nach strategischen Alternativen, einschließlich einem möglichen Verkauf, beauftragt. Lockheed Martin (-0,7 Prozent) hat von der U.S. Navy einen Milliardenauftrag erhalten. So wurde der Rüstungskonzern mit der Lieferung von bis zu 10 Kriegsschiffen beauftragt. Das erste dieser Schiffe soll in 2010 übergeben werden, hier beläuft sich das Vertragsvolumen auf 437 Mio. Dollar. Die weiteren Schiffe werden, sollten die entsprechenden Optionen ausgeübt werden, bis 2015 ausgeliefert. Bei Ausübung sämtlicher Optionen hat der Auftrag den Angaben zufolge einen Wert von 3,6 Mrd. Dollar. Pfizer (+0,1 Prozent) verstärkt mit der Übernahme des privaten Diagnostikunternehmens Synbiotics Corp. seine Geschäftssparte Tiermedizin. Dabei soll die Transaktion bereits in dieser Woche zum Abschluss gebracht werden. Synbiotics entwickelt den Angaben zufolge immundiagnostische Tests für Haus- und Nutztiere. Am Donnerstag standen in den USA Konjunkturdaten im Fokus. Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte für Dezember 2010 einen überraschenden Anstieg beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 68,6 Punkten, nach 62,5 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Wert von 61,5 Punkten prognostiziert. Indes hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 25. Dezember 2010 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 34.000 auf 388.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 416.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 420.000 auf 422.000 nach oben korrigiert.

In Asien wurde zeigten die Börsen am Montag keine eindeutige Tendenz. Aus Japan werden zum Start in die neue Handelswoche grüne Vorzeichen gemeldet. Der Nikkei-Index (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) ging in einem ruhigen Handel am Ende mit einem Aufschlag von 0,75 Prozent aus dem Handel. Der Topix verzeichnete einen Zuwachs von 0,33 Prozent. Wie bekannt wurde, ist in Japan die Zahl der Baubeginne im November 2010 nach Regierungsangaben mit beschleunigtem Tempo gewachsen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,8 Prozent. Im Vormonat war ein Zuwachs um 6,4 Prozent ausgewiesen worden. Ferner gingen die Bauaufträge binnen Jahresfrist um 1,1 Prozent zurück. Indes ist die japanische Kfz-Produktion im November 2010 nach Angaben des Verbandes der japanischen Automobilhersteller JAMA deutlich gesunken. Binnen Jahresfrist schrumpfte die Produktion von Fahrzeugen in Japan um 6,7 Prozent auf 802.009 Einheiten. Hierbei handelt es sich um den zweiten Rückgang in Folge. Ferner erhöhte sich die Exportzahl gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,6 Prozent. Der Technologiekonzern Hitachi (+0,7 Prozent) und die taiwanesiche Hon Hai Precision Industry (Foxconn) wollen einem Pressebericht zufolge im Bereich der kleinen und mittelgroßen LED Panels eine Allianz schmieden. Negative Vorzeichen wurden allerdings aus China gemeldet. So verlor der Shanghai Composite am Ende um 1,90 Prozent. Die chinesische People’s Bank of China (PBoC) hat infolge des hohen Inflationsdrucks ihre Geldpolitik gestrafft und bereits am Samstag eine weitere Zinserhöhung beschlossen. So hoben die Währungshüter den Satz für einjährige Ausleihungen um 25 Basispunkte auf 5,81 Prozent und den Satz für Einlagen mit ebenfalls einjähriger Laufzeit um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent an. Damit soll die Kreditvergabe gedrosselt werden. Ferner beabsichtigt die Stadtregierung von Peking Presseangaben zufolge, im nächsten Jahr die Zahl der Neuzulassungen von Autos zu halbieren, um die Staus in den Griff zu bekommen. In HongKong fand am Montag aufgrund eines Feiertages kein Handel statt. Am Dienstag verlor der Nikkei-Index zum Handelsende 0,61 Prozent. Dabei standen zahlreiche Konjunkturdaten im Fokus. Die japanischen Einzelhandelsumsätze sind im November 2010 nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) angewachsen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat kletterten die Umsatzerlöse in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um 1,3 Prozent. Volkswirte waren nur von einem Umsatzwachstum von 0,4 Prozent ausgegangen, nach einem Minus von 0,2 Prozent im Oktober. Ferner ist die japanische Industrieproduktion im November 2010 kräftig angezogen. So erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,8 Prozent. Im Oktober hatte der Output der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um 4,3 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Des Weiteren haben sich die japanischen Verbraucherpreise im November 2010 nach Regierungsangaben mit leicht geringerem Tempo reduziert. Gegenüber dem Vorjahresmonat fielen die Verbraucherpreise in der Kernrate um 0,5 Prozent, nachdem sie im Oktober um 0,6 Prozent zurückgegangen waren. Indes haben sich die japanischen Konsumausgaben im November 2010 überraschend verringert. So lagen die Ausgaben der Verbraucher um 0,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, nach einem Minus von 0,4 Prozent im Oktober. Dagegen waren Volkswirte von einem Anstieg um 0,3 Prozent ausgegangen. Schließlich verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenrate erwartungsgemäß bei 5,1 Prozent. Presseangaben zufolge hat der Technologiekonzern Kyocera (-0,7 Prozent) einen Solarzellenauftrag im Umfang von 204.000 kw von einem thailändischen Stromlieferanten erhalten. Das Geschäft wird mit 30 bis 40 Mrd. Japanischen Yen (JPY) bewertet. Mit einem Umfang von 204.000 kw handelt es sich um den bislang größten Solarzellenauftrag, den ein japanisches Unternehmen von einem einzelnen Kunden erhalten hat. Der bisherige Rekord lag bei 73.000 kw. Am Mittwoch wurden aus Japan positive Vorzeichen gemeldet. Der Nikkei-Index gewann am Ende 0,50 Prozent. Nippon Telegraph and Telephone (NTT) (-0,7 Prozent) wollen einem Pressebericht zufolge die Preise für die faseroptischen Breitbanddienste im kommenden Jahr um fast 40 Prozent senken. Dabei sollen auch die Zutrittsgebühren, die das Unternehmen von Telekommunikationsdienstleistern, die die faseroptischen Kreise mieten, innerhalb der kommenden drei Jahre um rund 25 Prozent gesenkt werden. Die Erzeugerpreise im Insel- und Stadtstaat Singapur sind im November 2010 nach Angaben des Statistikamtes mit beschleunigtem Tempo gefallen. So verringerte sich das Preisniveau gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent, nach 1,3 Prozent im Oktober. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Erzeugerpreise im Tigerstaat um 0,8 Prozent an, während sie im Oktober um 0,8 Prozent zugelegt hatten. Indes hatte der geldpolitische Rat der philippinischen Notenbank erwartungsgemäß beschlossen, die Leitzinsen aufgrund eines freundlichen Inflationsausblicks unverändert zu lassen. Damit verharrt der Leitzinssatz auf dem Rekordtief von 4,00 Prozent. Am Donnerstag präsentierten sich die Börsen in Japan in rot. Der Nikkei-Index verlor am Ende 1,12 Prozent. Die zu Honda Motor (-1,2 Prozent) gehörende American Honda Motor ruft freiwillig 18.500 Schneefräßen zurück. Wie die U.S. Consumer Product Safety Commission am Mittwoch mitteilte, könnte es aufgrund schadhafter Tanks zu einem Austritt des Treibstoffs und damit zu Bränden kommen. Sony (-1 Prozent) hat indes einem Pressebericht zufolge eine Patentklage gegen den weltweit drittgrößten Mobiltelefonhersteller LG Electronics (+3,5 Prozent) eingereicht. Wie unter Berufung auf die U.S. International Trade Commission berichtet wurde, wurde beantragt, den Import von LG Electronics Handys in die USA zu verbieten. Sony wirft seinem Konkurrenten vor, dass bestimmte Handys und Modems die Patente von Sony verletzen. Taiwans Notenbank hat ferner bereits zum dritten mal in diesem Jahr die Leitzinsen erhöht. So wurde eine Leitzinserhöhung um 0,125 Prozentpunkte auf 1,625 Prozent beschlossen. Die Entscheidung wurde mit der anziehenden Inflation begründet. Schließlich hat die thailändische Leistungsbilanz im November 2010 nach Angaben der Notenbank mit einem deutlich geringeren Überschuss geschlossen. Demnach verringerte sich der Aktivsaldo in der Leistungsbilanz 1,02 Mrd. Dollar, nach einem Überschuss in Höhe von 2,74 Mrd. Dollar im Vormonat. Hierbei kletterten die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 28,7 Prozent und die Importe um 35,0 Prozent.

Auf der Unternehmensseite stehen nächste Woche unter anderem Zahlen von Lennar Corp., Family Dollar Stores Inc. und Monsanto Co. an.

Auf der Konjunkturseite dürften nächste Woche Montag in Deutschland und Europa die Einkaufsmanagerindizes für Dezember von Interesse sein. Zudem werden Daten zu den Bauausgaben in den USA im November erwartet. Am Mittwoch stehen in der EU die Auftragseingänge der Industrie für Oktober sowie die Erzeugerpreise der Industrie für November auf der Agenda. Aus den USA werden zudem die wöchentlichen Hypothekenanträge erwartet. Am Donnerstag folgen in der EU die Einzelhandelsdaten für November sowie aus den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, bevor am Freitag in der EU die 2. Veröffentlichung des BIP im dritten Quartal 2010 sowie in Deutschland Außenhandelsdaten für November auf dem Programm stehen.

Der Ölpreis (Light Crude) hat sich in der vergangenen Woche etwas schwächer entwickelt und liegt bei gut 90 Dollar je Barrel. Der Goldpreis konnte deutlich zulegen und wird derzeit mit rund 1.406 Dollar je Feinunze gehandelt. Der Euro hat sich verbessert und tendiert bei etwa 1,33 Dollar.

Indexstände (30.12., 16:05 Uhr) DAX: 6.914,19 TecDAX: 850,67 Dow Jones STOXX 50: 2.610,70 Nikkei 225: 10.228,90 Dow Jones: 11.577,13 NASDAQ Composite: 2666,48 (30.12.2010/ac/n/m)


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