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Analysen - Ausland
25.02.2011
Wienerberger Ergebnisse 2010 grob wie erwartet
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) mit dem Rating "halten" ein.

Wienerberger habe diese Woche Zahlen für das Jahr 2010 vorgelegt. Im saisonal schwachen Schlussquartal seien Umsätze (+0,3% auf EUR 401,5 Mio.) und EBITDA (+61,7% auf EUR 50,3 Mio.) jeweils ca. 1% tiefer als erwartet gewesen. Der bereinigte Q4 EBIT-Verlust habe sich von EUR 17,7 Mio. auf EUR 6,9 Mio. reduziert und damit die Schätzungen der Analysten aufgrund von Sonderabschreibungen etwas deutlicher verfehlt. Im Gesamtjahr sei der Umsatz um 4,0% auf EUR 1.745 Mio. gesunken und das bereinigte EBIT habe sich auf EUR 10,7 Mio. halbiert. Im Gegensatz zum Vorjahr seien die Ergebnisse nicht mehr von Restrukturierungskosten belastet worden, wodurch sich der Nettoverlust nach Minderheiten von -289,3 Mio. auf -67,0 Mio. verringert habe.

Das Marktumfeld habe sich wie erwartet in den meisten Märkten Westeuropas und Nordamerikas stabilisiert. Wienerberger habe aufgrund einer offensiven Preispolitik in Osteuropa Marktanteile gewinnen und die Umsätze im Schlussquartal wieder leicht steigern können, allerdings zulasten des Ergebnisses. Beim Ausblick für 2011 zeige sich das Management optimistisch und rechne mit einer leicht positiven Entwicklung in Westeuropa, vor allem in Deutschland, Frankreich und Belgien. Der US-Markt solle sich ab dem zweiten Halbjahr 2011 wieder bessern. In Osteuropa sei Polen der stärkste Markt, aber auch die Slowakei, Tschechische Republik und Ungarn würden sich stabilisieren.

Wienerberger erwarte rund EUR 15 Mio. höhere Energiekosten, welche man jedoch über Preiserhöhungen kompensieren wolle. Die Analysten würden den Optimismus des Unternehmens teilen und mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung 2011 und darüber hinaus rechnen. Insbesondere das erste Quartal könnte aufgrund der witterungsbedingt sehr schwachen Vorjahresbasis sehr markant über den Vorjahresergebnissen zu liegen kommen. Zusätzlich werde sich 2011 ein einmaliger Ertrag von rund EUR 30 Mio. aus dem Aktientausch Tondach Gleinstätten/Bramac positiv zu Buche schlagen. Die Aktie preise derzeit jedoch bereits sehr viel dieses positiven Gewinnmomentums ein, weshalb die Analysten derzeit wenig Potenzial für die Aktie sehen würden.

Die Analysten der Erste Bank bewerten die Aktie von Wienerberger mit dem Rating "halten". Das Kursziel werde bei EUR 12,00 gesehen. (Analyse vom 25.02.2011) (25.02.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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