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Analysen - DAX 100
21.03.2011
Wacker Chemie Rekordergebnisse und Zuversicht
BÖRSE am Sonntag

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Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "BÖRSE am Sonntag" raten die Aktie von Wacker Chemie (ISIN DE000WCH8881/ WKN WCH888) spekulativ zu kaufen.

Die als Folge der drohenden nuklearen Katastrophe in Japan vielerorts geführte Debatte um den Einsatz der Atomenergie habe auch bei den Anlegern den Fokus stärker auf Alternativen gelenkt. Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien wie der Photovoltaik hätten auf einmal wieder hoch im Kurs gestanden. Vielleicht werde daraus soagr mehr als nur ein Strohfeuer.

Mittel- bis langfristig dürfte die Solarenergie beim künftigen Energiemix aber wohl auf jeden Fall eine große Rolle spielen. Ein Wachstumstrend, der auch vielversprechende Anlagechancen biete. Interessant könnte zum Beispiel die Aktie des Spezialchemiekonzerns und Halbleiterzulieferers Wacker Chemie sein, der jüngst seine vollständige Bilanz 2010 und einen positiven Ausblick präsentiert sowie den Ausbau der Produktionskapazitäten angekündigt habe.

Die Zahlen für 2010 würden mit neuen Rekorden bei Umsatz und Ertrag eine klare Sprache sprechen. Wacker Chemie habe damit die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise schneller als erwartet hinter sich lassen und sogar die bisherigen Höchstmarken aus dem Jahr 2008 übertreffen können. Der Umsatz sei um 28% auf 4,75 Mrd. Euro gestiegen, das EBIT sei von 26,8 auf 764,6 Mio. Euro geschnellt. Beim Nachsteuerergebnis hätten nach einem Verlust von 74,5 Mio. Euro im Vorjahr nun mit 497 Mio. Euro Profit wieder deutlich schwarze Zahlen geschrieben werden können. Davon sollten auch die Aktionäre profitieren und der Vorstand habe eine von 1,20 auf 3,20 Euro pro Aktie erhöhte Dividende angekündigt.

Außerdem gehe Wacker Chemie optimistisch ins Jahr 2011. Firmenchef Rudolf Staudigl habe erklärt: "2011 wird erneut ein sehr gutes Jahr für Wacker werden." Etwas Sorge würden ihm jedoch die aufgrund des robusten Aufschwungs der Weltwirtschaft steigenden Rohstoff- und Energiepreise bereiten. Für die kommenden Monate rechne er mit weiter steigenden Rohstoffkosten. Eine der wesentlichen Herausforderungen für 2011 sei es daher, den Kostenschub zu kompensieren.

Der 2010 mit Rekordzahlen gekrönte wieder aufgenommene Wachstumskurs sollte sich 2011 fortsetzen. Einerseits könnten die Chemiebereiche vom anhaltenden weltweiten Wirtschaftsaufschwung, vor allem in Schwellenländern, profitieren. Darüber hinaus verspreche das Halbleitergeschäft weitere Zuwächse. Hier könnten zudem die Preise für Siliziumprodukte im Hinblick auf die Kapazitätsausfälle in Japan steigen. Mittel- bis langfristig besonders vielversprechend sei ferner das Geschäft mit Polysilizium für die Solarindustrie, das angesichts der Diskussion um die Atomenergie verbunden mit der Suche nach Alternativen zusätzlich an Wachstumsfantasie gewonnen haben könnte.

Vielleicht hat dies mit zu der jüngsten Kursentwicklung beigetragen: Die Aktie legte in der vergangenen Woche entgegen dem allgemeinen Trend kräftig zu. Sie kletterte über den Abwärtstrend seit Herbst 2010 und scheint auch einen nachhaltigen Bruch vollzogen zu haben, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". Gelinge es jetzt, das Zwischenhoch von Oktober 2010 (150,75 Euro) zu überwinden, an dem zuletzt schon gekratzt worden sei, könnten zunächst der Widerstand bei 169,64 Euro und später das Allzeithoch von 200 Euro in den Fokus rücken.

Insgesamt könnten somit nach Ansicht der Experten der "BÖRSE am Sonntag" spekulative Käufe der Aktie von Wacker Chemie erwägenswert sein. (Ausgabe 11 vom 20.03.2011) (21.03.2011/ac/a/d)

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