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News - DAX 100
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01.04.2011
Fraport beantragt neues Schiedsverfahren gegen die philippinische Regierung
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Frankfurt am Main (aktiencheck.de AG) - Der Flughafenbetreiber Fraport AG (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) hat die Einleitung eines neuen Schiedsgerichtsverfahrens gegen die philippinische Regierung beim "International Centre for Settlement of Investment Disputes" (ICSID), der Weltbank in Washington, beantragt.
Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, werde Fraport in dem neuen Schiedsverfahren unverändert eine Entschädigung von etwa 425 Mio. US-Dollar zuzüglich Zinsen für das Investitionsprojekt am Ninoy Aquino International Airport der Hauptstadt Manila geltend machen. Gegenstand des Projekts war der Bau eines neuen Flughafenterminals. Das Projekt wurde vom philippinischen Staat enteignet, als das Terminal nahezu fertiggestellt war. Das Fluggast-Gebäude wird seit Mitte 2008 durch die dortige Flughafenbehörde für In- und Auslandsflüge genutzt. Bis auf eine Abschlagszahlung von gut 59 Mio. US-Dollar an die Projektgesellschaft hat die philippinische Regierung bislang keine Entschädigung geleistet, so der Konzern.
Am 23. Dezember 2010 hatte ein "ad hoc Committee" des ICSID in einem Aufhebungsverfahren einstimmig entschieden, den ICSID-Schiedsspruch vom 16. August 2007, mit dem sich das damalige Schiedsgericht mit 2:1 Stimmen für unzuständig erklärt hatte, aufzuheben. Danach kann Fraport den Rechtsstreit einem neuen ICSID-Tribunal vorlegen.
Die Aktie von Fraport notiert aktuell mit einem Plus von 0,56 Prozent bei 52,00 Euro. (01.04.2011/ac/n/d)
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