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Analysen - DAX 100
06.04.2011
Wacker Chemie mit guten Perspektiven
DaxVestor

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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "DaxVestor" sollten Anleger nicht direkt in die Aktie von Wacker Chemie (ISIN DE000WCH8881/ WKN WCH888) investieren.

Wacker Chemie sei einer der ältesten Chemiekonzerne Deutschlands. Das 1914 im bayerischen Burghausen gegründete Unternehmen sei heute ein bedeutender Zulieferer in der Solar- und der Halbleiterindustrie. Der Energiemarkt sei neben Umwelt, Digitalisierung und der Bauindustrie als einer von Wackers Kernmärkten identifiziert worden. Doch auch der Sektor Umwelt könnte durch die jüngsten Ereignisse in Japan neuen Zulauf erhalten.

So dürften im Zuge der Diskussion um die Abkehr von der Atomenergie nicht nur die Solarstromerzeugung weiter an Gewicht gewinnen, sondern auch Techniken wie die Wärmedämmung von Gebäuden, die neben der Energieeinsparung auch den Ausstoß von Treibhausgasen dämpfe. Mit dem Geschäftssegment Polymers sei Wacker Chemie auch in diesem Bereich vertreten. Das wichtigste Segment sei allerdings Polysilicon, das unter anderem den Rohstoff für die Solarindustrie bereitstelle. 2010 habe dieser Bereich ein EBIT von 586,7 Mio. Euro und damit fast drei Viertel des operativen Gewinns erzielt.

Da Wacker Chemie bis 2014 die Produktionsmengen bereits verkauft habe, bestehe ein hoher Grad an Planungssicherheit. Auch für die Zeit nach 2014 gebe es zunehmend neue Aufträge. Der Konjunktureinbruch 2009 habe zwar einen tiefen Einschnitt in den Geschäftszahlen hinterlassen, aber schon 2010 sei das Unternehmen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Prognosen würden für die nächsten Jahre von einem weiteren Anstieg bei Gewinn und Umsatz ausgehen.

Neben der Energiewende könnte auch der Produktionsausfall japanischer Mitbewerber einen Vorteil für Wacker Chemie darstellen. Da aber in manchen Geschäftsbereichen kaum noch freie Kapazitäten vorhanden seien, sei das Wachstum begrenzt. Wacker Chemie habe daher langfristige Investitionen angestoßen. So solle beispielsweise die Siliziumproduktion bis 2014 deutlich ausgeweitet werden: 2011 plane das Unternehmen 33.000 Tonnen Polysilicium, bis 2014 solle die Kapazität auf rund 65.000 Tonnen steigen. Zwar würden dabei nicht unerhebliche Anlaufkosten anfallen, die allerdings durch zunehmende Skaleneffekte und Produktivitätsfortschritte abgedämpft würden. Da viele Kunden schon Anzahlungen für künftige Lieferungen geleistet hätten, dürfte die Finanzierung der Investitionen ohne Probleme verlaufen.

Wacker Chemie sei in vielen Zukunftsmärkten gut positioniert. Mit einem KGV 2012e von 12,3 sei die Aktie auch noch nicht zu teuer. Die erst vor Kurzem ausgegebenen Prognosen der Geschäftsführung, die von einem EBIT auf dem Niveau von 2010 ausgehen, scheinen daher eher konservativ, so die Experten vom "DaxVestor".

Anleger sollten jedoch nach dem Kursanstieg der letzten Wochen nicht direkt in die Wacker Chemie-Aktie investieren, so die Experten vom "DaxVestor". (Analyse vom 05.04.2011) (06.04.2011/ac/a/d)

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