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Analysen - Nebenwerte
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12.04.2011
Capital Stage massiver Ausbau des Solarparkportfolios
Warburg Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Torsten Klingner, Analyst von Warburg Research, stuft die Capital Stage-Aktie (ISIN DE0006095003/ WKN 609500) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Capital Stage habe den Erwerb von zwei Solarparks, Projektrechten für einen Solarpark sowie einen Teilverkauf eines Solarparks an Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) bekannt gegeben. Des Weiteren sei für 2011 ein positiver Ausblick gegeben worden. Das Unternehmen erwarte einen Umsatz von EUR 36 Mio. und ein Anstieg des EBITDAs um 50% auf EUR 20 Mio. (ohne Gewinne aus Beteiligungsverkäufen).
Das Solarparkportfolio wachse um 50%: Zum eine sei ein Solarpark in Brandenburg mit einer Kapazität von 18,64 MW und zum anderen ein Park in Sachsen-Anhalt mit einer Kapazität von 3,3 MW erworben worden. Beide Parks würden sich auf Konversionsflächen befinden, was sich in einer höheren Einspeisevergütung im Vergleich zu Grün- oder Ackerland niederschlage. Die Parks seien Ende 2010 ans Netz gegangen und würden eine Einspeisevergütung von EUR 0,254 Cent je kWh bzw. EUR 0,284 Cent je kWh aufweisen. Die neuen Parks würden über die Capital Stage Solar Service GmbH betreut. Insgesamt sei das Solarparkportfolio von 45,2 MW auf 74,1 MW ausgebaut worden.
Des Weiteren seien die Projektrechte für einen ca. 7 MW Solarpark in Sachsen-Anhalt erworben worden. Der zu errichtende Park grenze an den erworbenen 3,3-MW-Park. Nachdem Capital Stage im Solarparkgeschäft mittlerweile als bedeutender Investor über einen starken Track Record verfüge, sei der Einstieg in die Solarparkprojektierung ein wichtiger Schritt, um sich Ergebnisbeiträge aus der Projektentwicklung zu sichern. Insbesondere die in Sachsen-Anhalt ansässige Tochter Capital Stage Solar Service GmbH habe bereits in der Vergangenheit eng mit Projektentwicklern zusammengearbeitet.
In Anbetracht der mittlerweile hohen Standardisierung in der Solarparkprojektentwicklung seien die Projektrisiken gering. Das Projektgeschäft dürfte ergebnisseitig künftig aber eine untergeordnete Rolle spielen.
Am 07.04.2011 seien 49% des 18,64-MW -Solarparks an Google veräußert worden (unter Vorbehalt der Kartellbehörden). Da der Erwerb und der Teilverkauf zeitlich zusammenfallen würden, werde nicht mit einem nennenswerten Verkaufsgewinn gerechnet. Viel entscheidender bei der Transaktion sei jedoch Capital Stages Reputationsgewinn (Googles erstes Investment in Erneuerbare Energie außerhalb der USA) und das Potenzial für Folgegeschäfte mit Google.
Auf Basis eines marktüblichen Kaufpreismultiplikators von ca. EUR 2,5 Mio. je MW (für Parks von 2010) werde der Kaufpreis für die zwei Parks (22 MW) auf insgesamt EUR 55 Mio. geschätzt. Die Investition für den 7 MW Park dürfte bei ca. EUR 14 Mio. liegen. Bei einer üblichen Eigenkapitalquote von 13-15% dürften ca. EUR 9 Mio. an Eigenmitteln und EUR 60 Mio. über Kredite finanziert worden sein. Dabei würden die Eigenmittel aus dem Cashbestand von EUR 22,6 Mio. per Ende 2010 stammen. Die Bankkredite (Zinsbindung von 15 Jahren) würden eine durchschnittliche Verzinsung von ca. 4% aufweisen.
Die Solarparks würden ab 1. April konsolidiert, wodurch die Prognosen deutlich angehoben würden. Durch den stark erhöhten Anteil wiederkehrender Erträge habe sich Capital Stages Visibilität weiter verbessert. Aufgrund der dynamisch wachsenden Cash Flows sei die Aktie als Dividendentitel prädestiniert und dürfte verstärkt in den Fokus von Versicherungen und Pensionsfonds rücken. Gewinne aus Beteiligungsverkäufen würden einen zusätzlichen Ergebnistrigger darstellen, da diese nicht in den Schätzungen berücksichtigt seien.
Das überarbeitete NAV/SOTP-Modell führe zu einem von EUR 2,70 auf EUR 3 erhöhten Kursziel, wobei der höhere faire Wert aus der wertschaffenden Investition (günstiger Kaufpreis sowie signifikanter EPS-Anstieg) resultiere.
Die Kaufempfehlung der Analysten von Warburg Research für die Aktie von Capital Stage wird bekräftigt. (Analyse vom 12.04.2011) (12.04.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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