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Analysen - Neuer Markt
08.08.2002
Steag Hamatech reduzieren
LB Baden-Württemberg

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Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg empfehlen die Aktie von Steag Hamatech (WKN 730900) zu reduzieren.

Das Umsatzziel für 2002 sei mit 125,0 Mio. Euro bestätigt worden. Die Planungen der Analysten belassen sie bei knapp 128,0 Mio. Euro. Der Auftragseingang im DVD-Sektor von 36,4 Mio. Euro stimme für den Rest des Jahres zuversichtlich. Das Ziel eines Marktanteiles von 20% erscheine realistisch. Der eigene Metallisierer, dessen Entwicklung viel länger als erwartet benötigt habe, werde derzeit in 100% aller CD/DVD5-Anlagen, in 60% aller CD-R-Anlagen und in 40% aller DVD-Anlagen eingebaut. Angestrebt werde hier eine 100%-ige Ausstattung aller Produktionslinien mit dem eigenen Metallisierer.

Damit wäre die bisherige Abhängigkeit von einem externen Lieferanten beendet. Gleichzeitig verspreche sich Steag Hamatech eine höhere Marge. Wenn dieser Weg beim Kunden Akzeptanz finde, dann würden durchaus Chancen zur Margenverbesserung bestehen. Allerdings komme dies doch mit einiger Verspätung auf den Markt. Positiv zu werten sei der erfreuliche Ausblick, den Steag Hamatech liefere. Darunter falle auch die Anhebung der Ertragsziele für 2002. Anstatt mit einem Ergebnis vor Steuern von 2,6 Mio. Euro werde nun mit einem Ergebnis vor Steuern von 7,0 Mio. Euro gerechnet. Allerdings lohne hier genaues Hinschauen. Denn es seien hier die Einmaleffekte von insgesamt 2,9 Mio. Euro enthalten, die das Ergebnis für das laufende Jahr doch merklich stützen würden.

Die bisherige Gewinnschätzung der Analysten von 0,05 Euro je Aktie für 2002 würden sie insbesondere auf Basis der außerordentlichen Erträge von insgesamt 2,9 Mio. Euro oder 0,10 Euro pro Aktie auf 0,15 Euro anheben. Für 2003 habe das Unternehmen keinen Ausblick gegeben. Man gehe davon aus, dass der DVD-Bereich mit beschriebenen und beschreibbaren Formaten ein Wachstumssegment bleibe. Daher rechnen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg mit einem Umsatzwachstum in 2003 von 17%. Den Gewinn je Aktie würden sie bei 0,14 Euro bestätigen

Ungewiss, aber dennoch sehr wichtig, sei derzeit die weitere Entwicklung des hochmargigen Photomaskebereiches. Voraussetzung für ein Anziehen des "Ertragsbringers Nr.1" wäre ein Konjunkturerholung im Halbleitersektor. Diese rücke jedoch immer weiter nach hinten. Daraus könnten sich für Steag Hamatech Ertragsprobleme ergeben. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Mohren (41) werde zum 1. September diesen Jahres durch Dr. Stefan Reineck (50) abgelöst.

Steag Hamatech bestätige zwar den operativen Break-Even im zweiten Quartal. Allerdings sehe die Bilanz, ohne Einmaleffekte, nicht ganz so gut aus, wie im ersten Quartal. Auf den zweiten Blick stelle sich heraus, dass das Hauptgeschäftsfeld der optischen Speichermedien nur mit Hilfe von außer-ordentlichen Erträgen in die Gewinnzone komme. Auf Grund der Einmaleffekte würden die Analysten ihre Gewinnschätzung für das laufende Jahr auf einen Gewinn je Aktie von 0,15 Euro anheben und die Schätzung für 2003 bei 0,14 Euro belassen.

Auf Basis der negativen Cash Flow Entwicklung und des geringen Bestandes an Liquiden Mitteln sowie des defizitären Bereiches der optischen Speichermedien ohne Einmaleffekte, stufen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg die Aktie von Steag Hamatech auf Reduzieren zurück.



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