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Analysen - DAX 100
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22.07.2011
Munich Re mit stürmischer Bilanz
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten Anlegern, bei der Aktie von Munich Re (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) eine Bodenbildung abzuwarten.
Die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2011 werde der Versicherungskonzern zwar erst am 4. August präsentieren. Im Rahmen einer Analystenkonferenz habe Steve Levy, seines Zeichens Finanzchef der US-Tochter Munich Re America, die Marktteilnehmer schon einmal darauf vorbereitet, dass mit positiven Überraschungen eher nicht zu rechnen sei. Sowohl die Zahl als auch das Ausmaß der in den ersten Monaten dieses Jahres aufgetretenen Naturkatastrophen würden auf der Geschäftsentwicklung lasten. Alleine für die im April verzeichneten Tornados belaufe sich die Belastung auf 100 bis 150 Mio. EUR. Im ersten Quartal habe das Unternehmen schon einen Verlust in Höhe von 947 Mio. EUR ausgewiesen. Überschwemmungen und Erdbeben hätten das Geschäft verhagelt.
Das ausgegebene Ziel, das Gesamtjahr 2011 mit einem Gewinn abzuschließen, sei in Gefahr. Sollte es im Jahresverlauf zu weiteren außergewöhnlichen Naturkatastrophen kommen, werde die Prognose nicht zu halten sein. Linderung würden indes Preiserhöhungen versprechen, welche die Munich Re zuletzt auf breiter Front habe durchsetzen können. Im Zuge der Preisrunde, die im Juni und Juli über die Bühne gegangenen sei, hätten die Preise um durchschnittlich rund 10% erhöht werden können.
Der Kursverlauf sei desaströs. Mitte Februar habe der Abstieg der Aktie begonnen. Seitdem sei sie von 125 EUR bis unter die Marke von 100 EUR gefallen. In den letzten Tagen habe sich der Titel etwas freischwimmen können, der Abwärtstrend sei aber weiter intakt. Für einen Einstieg sei es noch zu früh.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten Anlegern dazu, bei der Aktie von Munich Re in aller Ruhe eine Bodenbildung abzuwarten. (Ausgabe 111 vom 21.07.2011) (22.07.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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