|
Analysen - DAX 100
|
16.08.2011
Munich Re woher kommt der neue Optimismus?
Frankfurter Tagesdienst
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten Anlegern, von der Aktie von Munich Re (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) die Finger zu lassen.
Woher der neue Optimismus komme, werde den Anlegern egal sein, solange die neuen, deutlich besseren Prognosen des Managements der Munich Re nur aufgehen würden. Jörg Schneider, Finanzvorstand des Versicherungskonzerns, habe offensichtlich noch einmal genauer auf die Geschäftsentwicklung geschaut und die Anleger mit der Aussage erfreut, dass man für das Gesamtjahr 2011 von einem "signifikanten Gewinn" ausgehe.
Dass Schneider gerade jetzt publikumswirksam Optimismus verbreite, sei durchaus überraschend. Die Rahmenbedingungen seien für den Konzern zurzeit alles andere als optimal. Abschreibungen auf Staatsanleihen und das niedrige Zinsniveau würden den Versicherern zu schaffen machen. Die letzten Monate habe das Management dazu genutzt, die Anlageportfolios zu bereinigen und so das Risiko weiterer signifikanter Abschreibungen weiter verringert. Der Bestand an französischen Anleihen sei auf 4,5 Mrd. Euro zurückgegangen, in italienischen Anleihen sei man mit 5,3 Mrd. Euro investiert. In Deutschland habe man deutlich mehr Vertrauen: Bundesanleihen würden mit 25 Mrd. Euro das Gros des Portfolios ausmachen, das Engagements mit einem Gesamtvolumen von 200 Mrd. Euro umfasse.
Mit der Herabstufung der US-Bonität gehe die Munich Re erwartungsgemäß entspannt um. Die Rating-Anpassung von "AAA" auf "AA+" bereite dem Management keine Sorgen, da sich der Anteil von US-Papieren im Portfolio auf gerade einmal 5,6% belaufe. Aktien würden im Anlagehorizont zurzeit eine noch geringere Rolle spielen, die Investitionsquote sei von 3,5 auf 2% gesenkt worden. Angesichts des Kursverfalls denke man allerdings schon über eine Aufstockung nach.
In Bezug auf die Munich Re-Aktie sollten Anleger nach Meinung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" von einer Aufstockung indes weiterhin die Finger lassen. (Ausgabe 124 vom 15.08.2011) (16.08.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|