|
Analysen - Ausland
|
18.08.2011
Royal Dutch Shell Ölleck in der Nordsee
Independent Research
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Sven Diermeier, Analyst von Independent Research, stuft die Aktie von Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29/ WKN A0D94M) unverändert mit "halten" ein.
Bei einer Nordseepipeline von Royal Dutch Shell seien mehrere Lecks aufgetreten. Es werde geschätzt, dass bisher 218 Tonnen Öl (1.300 Barrel) ins Meer geflossen seien. Laut Konzernaussagen befänden sich noch 660 Tonnen Öl in der Pipeline. Die Belastungen für das Unternehmen sollten sich nach Meinung der Analysten in einer ganz anderen Dimension bewegen als bei dem Bohrinselunglück von BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517), bei dem 4,9 Mio. Barrel Öl ins Meer gelangt seien.
Eine substanzielle Gefahr für den Konzern durch die Aufwendungen für die Schließung des Lecks, die Beseitigung der Umweltverschmutzung sowie eventuellen Straf- und Entschädigungszahlungen sähen die Analysten derzeit nicht. Allerdings dürfte sich ihres Erachtens das Sentiment für die Aktie eintrüben, solang die Sachlage nicht geklärt sei. Ihre Erwartungen würden die Analysten zunächst unverändert belassen, da es aktuell keine belastbare Prognose für die finanziellen Auswirkungen gebe. Sie würden jedoch vorerst einen 10%igen Risikoabschlag auf den ermittelten fairen Wert der Aktie vornehmen.
Die Analysten von Independent Research senken ihr Kursziel für die Aktie von Royal Dutch Shell von 28,00 auf 25,00 Euro und bestätigen ihr "halten"-Votum. (Analyse vom 18.08.2011) (18.08.2011/ac/a/a)
|