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News - Ausland
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02.09.2011
Presse: US-Behörde plant milliardenschwere Schadenersatzklagen gegen Großbanken
aktiencheck.de
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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Behörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) will einem Zeitungsbericht zufolge aufgrund von Betrügereien mit faulen Hypothekenkrediten milliardenschwere Schadenersatzklagen gegen verschiedene Kreditinstitute auf den Weg bringen.
Nach Informationen der "New York Times" (Freitag), die sich bei ihren Angaben auf mit der Situation vertraute Personen beruft, wirft die US-Behörde den Großbanken vor, den Wert von Hypothekenpapieren auf dem Höhepunkt des US-Immobilienblase falsch dargestellt zu haben und damit für milliardenschwere Schäden nach dem Platzen der Immobilienblase verantwortlich zu sein. Alleine die unter staatlicher Aufsicht stehenden US-Immobilienfinanzierer Federal Home Loan Mortgage Corp. (Freddie Mac) (ISIN US3134003017/ WKN 876872) und Federal National Mortgage Association (Fannie Mae) (ISIN US3135861090/ WKN 856099) hätten durch fragwürdige Hypothekengeschäfte in diesem Zusammenhang rund 30 Mrd. US-Dollar verloren, schreibt das Blatt.
Wie die "New York Times" weiter schreibt, wolle die FHFA in diesem Zusammenhang unter anderem die US-Großbanken Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332), JPMorgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005/ WKN 850628), Bank of America Corp. (ISIN US0605051046/ WKN 858388) aber auch ausländische Großbanken wie etwa die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) zur Verantwortung ziehen. Insgesamt werde die FHFA gegen mehr als ein Dutzend Großbanken entsprechende Schadenersatzklagen einreichen, hieß es. Die US-Behörde wirft den Banken dabei vor, keine ordnungsgemäße Überprüfung der Bonität der Hypothekenschuldner vorgenommen zu haben, bevor die entsprechenden Hypothekenkrediten in entsprechenden Derivaten gebündelt und an Investoren veräußert worden seien. Nachdem zahlreiche Hypothekenschuldner ihre Raten nicht mehr begleichen konnten, stürzte der Wert der entsprechenden Hypothekenderivate in den Keller und verursachte bei den Investoren milliardenschwere Verluste.
Eine entsprechende Klage solle möglicherweise schon an diesem Freitag oder am kommenden Dienstag bei den zuständigen Behörden eingereicht werden, schreibt die Zeitung.
Die Aktie der Deutschen Bank verliert derzeit 4,62 Prozent auf 26,41 Euro, während die Aktie der Bank of America zuletzt bei 7,91 US-Dollar notierte. (02.09.2011/ac/n/a)
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