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Analysen - Ausland
28.09.2011
Boeing Dreamliner - und er fliegt doch
Frankfurter Tagesdienst

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Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten Anlegern bei der Aktie von Boeing (ISIN US0970231058/ WKN 850471), weiter an der Seitenlinie zu verweilen.

2008 hätte das erste Flugzeug des Typs 787 Dreamliner ausgeliefert werden sollen. Keine drei Jahre später sei es schon soweit, die japanische Fluglinie All Nippon Airlines (ISIN JP3429800000/ WKN 861920) habe den Erstling in Empfang genommen. Zahlreiche Pannen hätten den Entwicklungsprozess andauernd verzögert und signifikant verteuert. Knapp sechs Mrd. USD habe Boeing ursprünglich in die Entwicklung des neuen Langstreckenjets investieren wollen, zum Schluss sei man deutlich im zweistelligen Mrd.-Bereich gelandet.

Auch mit der Auslieferung der ersten Maschine seien die Probleme jedoch nicht verschwunden. Die Versprechungen hinsichtlich des Spritverbrauchs seien zunächst Makulatur.

Das Gewicht des ersten Flugzeugs sei deutlich höher als Boeing seinen Kunden im Vorfeld angekündigt habe. Die bittere Folge: Der Spritverbrauch sei so hoch, dass All Nippon Airways anfangs darauf verzichten werde, das neue Flugzeug wie eigentlich vorgesehen auf der Langstrecke einzusetzen. Stattdessen würden nun innerjapanische Routen geflogen.

Das Papier habe sich nach einem starken Kursrutsch mittlerweile wieder stabilisiert. Der kurzfristige Abwärtstrend sei allerdings nach wie vor intakt.

Investoren sollten daher bei der Boeing-Aktie weiter an der Seitenlinie verweilen, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 149 vom 27.09.2011) (28.09.2011/ac/a/a)

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