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News - DAX 100
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17.10.2011
Presse: HOCHTIEF plant Zukäufe
aktiencheck.de
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Essen (aktiencheck.de AG) - Der Baukonzern HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) will einem Medienbericht zufolge seine Position in den Auslandsmärkten durch Zukäufe stärken.
Wir kaufen in Kürze an der Westküste Kanadas ein Hochbauunternehmen mit einem Umsatz von deutlich mehr als 100 Millionen Euro. Zudem prüfen wir in Indien die Übernahme einer Ingenieurbaugesellschaft - ebenfalls ein Zukauf in dreistelliger Millionenhöhe", sagte der Vorstandschef Frank Stieler der "WirtschaftsWoche". "Wir sind in der Lage, mit Bauen sehr anständige Renditen zu erwirtschaften."
Die drohende weltweite Rezession fürchtet Stieler nicht: "Wir haben keine Angst vor der Krise", sagt der seit Mai amtierende HOCHTIEF-Chef. "Wir sind weltweit gut aufgestellt, und es ist uns gelungen, Hochtief durch weniger konjunktursensible Geschäftsfelder abzusichern." Zum deutschen Baugeschäft von Hochtief sagte Stieler: "Wir nähern uns der Drei-Prozent-Umsatzrendite, was für den deutschen Markt sehr erfreulich ist: Der Branchendurchschnitt liegt bei den größeren Bauunternehmen bei etwa 1,8 Prozent." Stieler rechnet auf dem Heimatmarkt wieder mit Wachstum beim Bau: "Durch die unvermeidlichen Investitionen in den Erhalt und die Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur - etwa maroder Brücken aus den Siebzigerjahren - könnte unser Baugeschäft in Deutschland insgesamt wieder wachsen. Dazu wird auch die Energiewende beitragen, die unabhängig von jeder Krise kommen wird." Wie es weiter heißt, wolle der Konzern verstärkt von Bauprojekten im Zusammenhang mit Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom profitieren.
Außerdem betonte der Manager auf die Eigenständigkeit von HOCHTIEF: Obwohl der spanische Baukonzern ACS Actividades de Construccion y Servicios S.A. (ISIN ES0167050915/ WKN A0CBA2) das Unternehmen vor fünf Monaten übernommen hat, inzwischen 46,7 Prozent der Aktien hält, 51 Prozent der Stimmrechte besitzt und in den kommenden Monaten die Schwelle von 50 Prozent der Aktien überschreiten wird, gibt es bislang keine Pläne, HOCHTIEF stärker in den ACS-Konzern zu integrieren: "Das Verhältnis ist dadurch geprägt, dass HOCHTIEF eine eigene Aktiengesellschaft ist und ACS das auch sehr bewusst ist. Deren Interesse ist, mit ihrer Beteiligung an Hochtief Geld zu verdienen, und nicht, sich in irgendein Geschäft einzumischen, das sie eh aus der Ferne schwer übersehen können", betonte Stieler.
ACS wolle, dass HOCHTIEF selbstständig und profitabel am Markt agiere. "Und das kann HOCHTIEF nur mit einem starken, unabhängigen Management." Synergien ergeben sich, werden laut Stieler aber nicht systematisch geplant: "Da ACS nur knapp 50 Prozent an Hochtief hält, muss jedes Unternehmen aus sich heraus seine Geschäfte führen. Daher ist ein Integrationsprogramm weder möglich noch beabsichtigt. Beide Unternehmen tun das, was für sie sinnvoll ist."
Die Aktie von HOCHTIEF notiert aktuell mit einem Plus von 2,26 Prozent bei 52,76 Euro. (17.10.2011/ac/n/d)
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