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Analysen - Ausland
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04.11.2011
SABMiller technischer Befreiungsschlag
boerse.de-Aktienbrief
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Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" platzieren bei der Aktie von SABMiller (ISIN GB0004835483/ WKN 861038) ein Kauflimit bei 22,00 Euro.
SABMillers Wurzeln lägen im Südafrika des 19. Jahrhunderts. So habe South African Breweries, kurz SAB, 1895 in der Nähe von Johannesburg mit dem Brauen von Bier begonnen, das unter der Marke Castle Lager verkauft worden sei. Zwei Jahre später sei der Börsengang in Südafrika erfolgt, und seit 1898 sei SAB auch in London börsennotiert. Abgesehen von einer 1910 im benachbarten Simbabwe gegründeten Tochter sei das Unternehmen über Jahrzehnte praktisch ausschließlich im Heimatmarkt aktiv gewesen. Denn erst 1988 sei ein kleiner europäischer Konkurrent auf den Kanarischen Inseln übernommen worden, und ab 1993 sei dann die Expansion auf dem Schwarzen Kontinent, in Osteuropa sowie China gestartet.
Der ganz große Wurf sei schließlich 2002 gelungen, als die Tochter von Altria (ISIN US02209S1033/ WKN 200417), Miller Brewing, übernommen worden sei, wodurch der Konzern zur weltweiten Nummer zwei im Biergeschäft aufgestiegen sei. Seitdem halte der Zigaretten-Multi Altria eine 27%-Beteiligung und sei damit größter SABMiller-Aktionär.
Trotz der gewaltigen Größe des Konzerns zähle Deutschland noch zu den weißen Flecken auf der SAB-Weltkarte. Denn hierzulande würden keine eigenen Töchter betrieben, sondern lediglich einige der international bekannten Premiummarken wie Pilsner Urquell, Grolsch oder Miller Genuine Draft verkauft. Stattdessen liege der Expansions-Fokus auf den osteuropäischen Wachstumsmärkten sowie Down Under. Für rund 10 Mrd. Australische Dollar sei dieses Jahr der Konkurrent Foster's geschluckt worden, der in Australien rund 50% des Biermarktes beherrsche.
Zudem möchte SABMiller künftig seine Russland- und Ukraine-Aktivitäten an die Efes-Brauerei abtreten und dafür eine 24%-Beteiligung am türkischen Konkurrenten erhalten. Die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden zu diesem Deal stehe allerdings noch aus. Neben dem lukrativen Geschäft mit Gerstensaft sei SABMiller übrigens auch als einer der weltgrößten Abfüller für den Coca-Cola-Konzern tätig.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr, das zum 31. März geendet habe, hätten die Umsätze auf 28,3 Mrd. USD gesteigert werden können (+7%). Unter dem Strich sei dabei ein Nettogewinn von 3,0 Mrd. USD eingefahren worden, was ein sattes Plus von 20% bedeute.
An der Börse würden Anleger mit SABMiller auf lange Sicht bei 90%-iger Gewinn-Konstanz im Mittel 16% Kursgewinn pro Jahr einheimsen, wozu derzeit 2,2% Dividendenrendite addiert werden könnten. Zudem würden die Performance-Kennzahlen der Aktie ein unterdurchschnittliches Anlagerisiko bescheinigen (Verlust-Ratio 2,10).
Seit nunmehr zwölf Monaten würden die Notierungen in einer Spanne zwischen 20 und 23 Pfund seitwärts pendeln, wodurch neues Bewegungspotenzial aufgebaut werde. Nachdem soeben die 200-Tages-Linie habe zurückerobert werden können, sei es jetzt gelungen, aus der einjährigen Seitwärts-Range nach oben auszubrechen.
Da die SABMiller-Aktie mittlerweile auf All-Time-High-Niveau notiert, platzieren die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" ein Kauflimit von 22,00 Euro, um einen Rücksetzer zur vierten Aufnahme in ihr Basisdepot zu nutzen. Ihre bisherigen Empfehlungen hätten im Schnitt 13% gewonnen, und bis 2016 betrage das rechnerische Gewinnpotenzial stolze 110%. (Ausgabe 252 vom 02.11.2011) (04.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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