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News - Nebenwerte
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04.11.2011
Porsche veröffentlicht Neun-Monats-Zahlen
aktiencheck.de
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Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Der Sportwagenhersteller Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) (ISIN DE000PAH0038/ WKN PAH003) gab am Freitag seine Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2011 bekannt. Dabei wurde die deutlich positive Entwicklung der Beteiligungen von einem Sondereffekt überlagert.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat die Porsche SE in den ersten neun Monaten 2011 ein Konzernergebnis nach Steuern von -462 Mio. Euro erzielt. Das at Equity-Ergebnis des Porsche SE Konzerns, das sich aus den der Porsche SE zurechenbaren Ergebnissen der beiden Beteiligungen an der Porsche Zwischenholding GmbH und der Volkswagen AG (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) zusammensetzt, war aber deutlich positiv und erreichte 3,42 Mrd. Euro. Belastet wurde das Konzernergebnis jedoch durch einen nicht liquiditätswirksamen Sondereffekt in Höhe von -3,70 Mrd. Euro durch die Anpassung der Bewertung der Put- und Call-Optionen in Bezug auf die bei der Porsche SE verbliebenen Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH.
Den Angaben zufolge spiegelt das positive at Equity-Ergebnis des Porsche SE Konzerns die unverändert sehr gute Entwicklung beider Beteiligungen wider. Von Januar bis September 2011 setzte der Porsche Zwischenholding GmbH Konzern 85.872 Fahrzeuge ab. Der Konzernumsatz erreichte dabei 7,93 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis stieg auf 1,51 Mrd. Euro. Der Volkswagen Konzern setzte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 6,2 Millionen Fahrzeuge ab. Bei einem Konzernumsatz von 116,28 Mrd. Euro betrug das operative Ergebnis 8,98 Mrd. Euro.
Der Anpassung der Bewertung der Put- und Call-Optionen liegt die am 8. September 2011 von den Vorständen der Porsche SE und der Volkswagen AG getroffene Einschätzung zugrunde, dass die Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG im Rahmen und Zeitplan der 2009 von beiden Unternehmen vereinbarten Grundlagenvereinbarung nicht mehr realistisch ist. Für den Fall des Scheiterns der Verschmelzung im Rahmen und Zeitplan der Grundlagenvereinbarung haben sich beide Unternehmen im Rahmen der Grundlagenvereinbarung wechselseitig Put- und Call-Optionen in Bezug auf die bei der Porsche SE verbliebenen 50,1 Prozent der Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH eingeräumt, die in festgelegten Perioden im Zeitraum vom 15. November 2012 bis zum 31. Januar 2015 prinzipiell ausübbar sind.
Die Porsche SE geht vor dem Hintergrund der weiter positiven Geschäftserwartungen ihrer Beteiligungen unverändert von einer positiven Entwicklung der ihr zuzurechnenden at Equity-Ergebnisse im Geschäftsjahr 2011 aus. Die Bewertung der Put- und Call-Optionen wird sich jedoch auch im Gesamtjahr 2011 negativ auf das Konzernergebnis der Porsche SE niederschlagen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht auszuschließen, dass die Porsche SE für das Geschäftsjahr 2011 insgesamt ein negatives Konzernergebnis nach Steuern erzielen wird, hieß es.
Die Aktie von Porsche notiert derzeit bei 42,73 Euro (-2,12 Prozent). (04.11.2011/ac/n/nw)
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