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Analysen - DAX 100
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02.11.2011
GERRY WEBER hohe operative Marge und strikte Kostendisziplin
Oldenburgische Landesbank
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Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Aktie von GERRY WEBER (ISIN DE0003304101/ WKN 330410) unverändert mit dem Votum "aufstocken" ein.
Die GERRY WEBER International AG entwerfe und verkaufe Kleidung für Frauen und Männer. Das Unternehmen vertreibe seine Produkte in Europa und Asien sowohl im klassischen Einzelhandel als auch im Internet. Ganz bewusst habe sich die GERRY WEBER AG von Beginn an auf das hochwertige und hochpreisige Sortiment konzentriert. Über diese Strategie habe das Unternehmen nachhaltig und qualitativ wachsen können. Andere Konkurrenten seien im Umsatz zwar deutlich schneller gewachsen (z.B. Zara), jedoch sei dies häufig zulasten der Marge erfolgt. Nicht so bei den Ostwestfalen, wo das strikte Kostenmanagement und der hochwertige Auftritt stets für eine auskömmliche Gewinnsituation gesorgt habe.
Auch das Jahr 2011 verlaufe gewohnt gut. Der Modekonzern habe die Schlagzahl im dritten Quartal noch einmal erhöht. Der Umsatz habe sich ggü. dem Vorjahreszeitraum um 15,4% auf 146 Mio. Euro erhöht, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 27% auf 16,2 Mio. Euro geklettert. Vor diesem Hintergrund werde die Prognose für das Geschäftsjahr 2010/11 (zum 31. Oktober) bestätigt. Avisiert würden ein Konzernumsatz von 700 Mio. Euro und eine Rendite bezogen auf das operative Ergebnis von mehr als 14%.
Im ersten Halbjahr habe GERRY WEBER die EBIT-Marge um über einen Prozentpunkt auf 11,9% ausgebaut. Wachstumstreiber sei einmal mehr das Retailgeschäft gewesen. Auch die Auftragseingänge für die siebte Kollektion zur Herbst-/Winter-Saison würden knapp 30% über dem Vorjahreswert liegen. Auch auf dem amerikanischen Markt habe die GERRY WEBER International AG erfolgreich Fuß fassen können. Dies sei für das künftige Geschäft ein wichtiger Treiber, sei die Firma doch auf dem weltgrößten Luxusmarkt noch unterrepräsentiert.
Die sehr gute operative Entwicklung werde durch solide Bilanzkennzahlen flankiert. Die Eigenkapitalquote liege bei sehr soliden 74%, das Nettofinanzvermögen werde im ablaufenden Geschäftsjahr auf über 50 Mio. Euro anwachsen. Das Unternehmen beabsichtige nicht, Investitionen in neue Läden und anderes Anlagevermögen durch die Aufnahme von Fremdkapital zu finanzieren. Die Kapitalausstattung solle auch weiterhin durch die Innenfinanzierung bereitgestellt werden.
Die GERRY WEBER AG zeichne sich durch ein konjunkturunabhängiges Geschäftsmodell aus. Ein Käuferstreik im anvisierten Kundensegment sei selbst bei einer wirtschaftlichen Abschwächung nicht zu erwarten. Vielmehr wären eine Fehleinschätzung der Kundenbedürfnisse und stark steigende Rohstoffpreise ein Belastungsfaktor für das Unternehmen. In der Vergangenheit habe man hier aber das richtige Gespür bewiesen. Besonders gefalle die Erschließung des nordamerikanischen Marktes, wobei das Unternehmen auf erstklassige Partner zurückgreife, wie das New Yorker Kaufhaus Bloomingdale.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank bestätigen ihre Empfehlung "aufstocken" für die GERRY WEBER-Aktie. (Analyse vom 02.11.2011) (02.11.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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