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Analysen - Ausland
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13.12.2011
Enel Jahresausblick wegen "Robin-Hood"-Steuer revidiert
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Enel (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) unverändert mit "halten" ein.
Enel habe in den ersten drei Quartalen 2011 mit EUR 3,49 Mrd. um 1,2% mehr verdient als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bezogen auf das dritte Quartal sei der Nettogewinn mit EUR 940 Mio. deutlich höher ausgefallen als vom Markt erwartet (im Durchschnitt EUR 808 Mio.).
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe mit EUR 13,28 Mrd. in den ersten drei Quartalen auf Vorjahresniveau gelegen. Bezogen auf Q3 seien mit EUR 4,36 Mrd. die Markterwartungen (EUR 4,20 Mrd.) deutlich übertroffen worden. Der Umsatz habe in den ersten neun Monaten um 8,5% auf EUR 57,50 Mrd. zugelegt. Im dritten Quartal habe dieser mit EUR 19,11 Mrd. im Rahmen der Erwartungen gelegen.
Der italienische Staat hebe bei den Energieversorgern eine auf drei Jahre befristete Sondersteuer in Höhe von 4% ein. Bei Enel werde diese das Ergebnis von 2011 bis 2013 mit jährlich EUR 400 Mio. belasten. Das Gewinnziel von EUR 4,5 Mrd. für 2011 habe auf EUR 4,1 Mrd. revidiert werden müssen.
Mit Nettoverbindlichkeiten in Höhe von EUR 47,77 Mrd. per Ende September 2011 (+6,3% gegenüber dem Vorjahr) zähle Enel zu den am höchsten verschuldeten Energieversorgern Europas. Die Ratingagentur Standard & Poor's habe den negativen Ausblick bestätigt. Den nach dem Erwerb der spanischen Endesa (ISIN ES0130670112/ WKN 871028) aufgebauten immensen Schuldenberg wolle Enel bis 2015 auf EUR 36,5 Mrd. abbauen.
Der italienische Energieversorger Enel habe im abgelaufenen Quartal einmal mehr von einer starken Nachfrage in Lateinamerika, Osteuropa und Russland profitiert, welche die Schwäche in Westeuropa habe ausgleichen können sowie von der Expansion der Erneuerbaren Energien. Belastend wirke hingegen die befristete Einhebung einer Sondersteuer, die eine teilweise Revision des Ausblicks für das Gesamtjahr erforderlich gemacht habe. Der Versorger sei relativ günstig bewertet und biete eine attraktive Dividendenrendite.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank belassen ihre Einschätzung für die Enel-Aktie auf "halten". (Analyse vom 12.12.2011) (13.12.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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