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Analysen - Nebenwerte
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21.12.2011
Asian Bamboo Wachstumsperspektiven nicht angemessen im Aktienkurs reflektiert
Warburg Research
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Schwarz, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Asian Bamboo (ISIN DE000A0M6M79/ WKN A0M6M7) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Analysten hätten kürzlich die Zentrale von Asian Bamboo in Fuzhou (China), die Bambussprossenverarbeitungsanlage in Shaowu sowie eine der Plantagen in der Nähe von Wuyishan (Minxian-Plantage) besichtigt. Das Wintersprossengeschäft scheint in diesem Jahr gut zu laufen, was unsere Ansicht stützt, dass dieser Teil von Asian Bamboos Geschäftsmodell kaum von temporären Veränderungen des chinesischen BIP-Wachstums betroffen sein sollte, so die Analysten von Warburg Research.
Neben dem mit der französischen Entwicklungsbank Proparco abgeschlossenen Kredit habe Asian Bamboo einen weiteren Kredit zu äußerst günstigen Bedingungen aufnehmen können. Die deutsche Entwicklungsbank DEG erweitere die bereits 2009 unterzeichnete Kreditvereinbarung. Unter der neuen Vereinbarung könne Asian Bamboo eine Kreditlinie von insgesamt bis zu USD 35 Mio. (ca. EUR 27 Mio.) in Anspruch nehmen.
Im Gegensatz zu dem durch Proparco gewährten Kredit, der an keinen speziellen Investitionszweck gebunden sei, müsse das von der DEG zu Verfügung gestellte Geld für Pachtzahlungen für Bambusplantagen eingesetzt werden. Da Asian Bamboo noch Zahlungen in Höhe von EUR 59 Mio. für Anfang des Jahres vereinbarte Plantagenanpachtungen zu entrichten habe, rechne man mit einer kompletten Inanspruchnahme der Kreditlinie bis Jahresende.
Die Analysten hätten das Betriebsgelände des neuen Bambushandelszentrums besucht, das Asian Bamboo derzeit in Zhongzhu baue. Trotz der erheblichen Größe der Anlage seien die Investitionen seitens Asian Bamboo eher gering. Der Staat stelle das nötige Land frei von Pachtkosten zur Verfügung, um die lokale Bambusindustrie zu fördern. Asian Bamboo wolle das Zentrum zur Bündelung der Bambusstammproduktion aus eigenen und fremden Plantagen nutzen, um große Bambusholzkonsumenten anzuziehen und über ein ausreichendes Angebot an Bambusstämmen zu verfügen, sobald die Vertikalisierungsstrategie des Unternehmens Fahrt aufnehme.
Die Anlage des Bambusfaserherstellers Zhongzhou, die die Analysten kürzlich besichtigt hätten, sei zurzeit für ca. 25 Tage für jährliche Wartungsarbeiten stillgelegt, ein übliches Vorgehen in der Zellstoffindustrie. Allerdings bestätige dies auch die Einschätzung der Analysten, dass das Fasergeschäft in Q4/2011 weiterhin schwach verlaufen werde. Auch das Management sei der Ansicht, dass die Nachfrage nach Bambusfasern sowie -zellstoff in China aufgrund der Kreditbeschränkungen durch die chinesische Regierung zur Bekämpfung der Inflation derzeit gering sei.
Die Analysten würden ihre Einschätzung bestätigen, dass sich die Schwäche des Bambusstamm- und -fasergeschäfts bedingt durch die negativen Effekte der Antiinflationspolitik der chinesischen Regierung auch noch 2012 fortsetzen sollte. Somit sollte das Umsatzwachstum bei Asian Bamboo vornehmlich aus dem Bambussprossengeschäft resultieren, das im Rahmen der Ausweitung der reifen Plantagenfläche wachsen sollte. Asian Bamboos Management wolle nicht in weitere Plantagen investieren, solange die Nachfrage nach Bambusstämmen und -fasern stagniere. Entsprechend sollte das Unternehmen ab 2012e Free Cashflow generieren. Man bestätige die Einschätzung der Analysten, dass der aktuelle Aktienkurs weder die Profitabilität des laufenden Geschäfts noch die Wachstumsperspektiven reflektierr, die das Unternehmen bei den zyklischeren Aktivitäten habe (Bambusstämme, -fasern).
Daher bekräftigen die Analysten von Warburg Research für die Aktie von Asian Bamboo ihre Kaufempfehlung und ihr Kursziel von EUR 26, das sich auf eine DCF-Berechnung stützt. (Analyse vom 21.12.2011) (21.12.2011/ac/a/nw)
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