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News - DAX 100
17.01.2012
Heidelberg beschließt Effizienzprogramm, plant Abbau von bis zu 2.000 Stellen
aktiencheck.de

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Heidelberg (aktiencheck.de AG) - Die Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) gab am Dienstag bekannt, dass ihr Vorstand, wie im November 2011 angekündigt, das Effizienzprogramm "FOCUS 2012" zur Erreichung der Profitabilitätsziele verabschiedet hat. Damit soll sichergestellt werden, dass nach wie vor im Geschäftsjahr 2013/14 das angestrebte operative Ergebnis vor Sondereinflüssen von rund 150 Mio. Euro erreicht wird und das Unternehmen auch in Zukunft seine führende Position eigenständig weiter ausbauen kann.

Wie der Druckmaschinen-Hersteller mitteilte, sollen mit Hilfe des Effizienzprogramms "FOCUS 2012" in den kommenden zwei Jahren die Kapazitäten und Kosten deutlich reduziert werden. Damit wird die Basis für eine positive Geschäftsentwicklung geschaffen, um den sich verändernden Marktanforderungen und dem volatilen Umfeld gerecht zu werden. Der Großteil der Einzelmaßnahmen soll bereits kurzfristig im Kalenderjahr 2012 eingeleitet und umgesetzt werden. Zudem beinhaltet das Programm auch mittel- bis langfristige Maßnahmen, um die gesamte Organisation an die veränderten Strukturen anzupassen.

Insgesamt sollen im Geschäftsjahr 2013/14 nachhaltige Einsparungen in Höhe von rund 180 Mio. Euro realisiert werden. Die hierfür notwendigen Einmalaufwendungen werden in Abhängigkeit vom Ergebnis der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und weiteren Faktoren auf bis zu 150 Mio. Euro geschätzt. Die kurz- und mittelfristigen Maßnahmen betreffen die Produktions- und Servicekapazitäten, den Bereich Forschung und Entwicklung sowie die Vertriebs- und Strukturkosten, die jeweils an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst und reduziert werden sollen.

Den Angaben zufolge wird das gesamte Maßnahmenpaket Auswirkungen auf die weltweiten Belegschaftszahlen von Heidelberg haben. Vorbehaltlich der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen sollen weltweit bis zu 2.000 Stellen abgebaut werden. Nach derzeitigen Planungen setzt sich diese Zahl aus rund 1.200 inländischen Stellen in den Bereichen Produktion, Entwicklung, Verwaltung und Vertrieb sowie rund 800 Stellen im Ausland zusammen. Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte Heidelberg weltweit 15.666 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende).

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 (1. Oktober bis 31. Dezember 2011) lagen nach vorläufigen Berechnungen der Auftragseingang mit rund 640 Mio. Euro und der Umsatz mit rund 630 Mio. Euro im Rahmen der abgeschwächten Erwartungen. Beim vorläufigen Auftragseingang unterschreitet Heidelberg den Vergleichswert aus dem Vorquartal (668 Mio. Euro), der vorläufige Umsatz liegt auf dem Niveau des Vorquartals (636 Mio. Euro). Das vorläufige betriebliche Ergebnis (EBIT) ohne Sondereinflüsse ist im dritten Quartal mit rund 2 Mio. Euro wiederum leicht positiv (Vorquartal: 5 Mio. Euro). Nach neun Monaten konnte Heidelberg trotz leicht rückläufigem Umsatz im Vergleich zum Vorjahr das betriebliche Ergebnis vor Sondereinflüssen auf -19 Mio. Euro (Vorjahr: -26 Mio. Euro) verbessern. Damit plant das Unternehmen unverändert, im Gesamtjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr ein spürbar verbessertes operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen zu erzielen. Der vorläufige Free Cashflow war im dritten Quartal mit -4 Mio. Euro annähernd ausgeglichen (Vorquartal: -12 Mio. Euro). Somit konnte die Nettoverschuldung weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau gehalten werden und beträgt zum Stichtag nahezu unverändert zum Vorquartal rund 275 Mio. Euro.

Die Aktie von Heidelberger Druck notiert aktuell bei 1,73 Euro (+3,60 Prozent). (17.01.2012/ac/n/d)


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