|
Analysen - DAX 100
|
30.01.2012
Munich Re wird zur konservativen 20%-Chance
Frankfurter Börsenbrief
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" empfehlen Anlegern, sich bei der Munich Re-Aktie (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) per Stopp-Buy-Limit bei 101,20 Euro auf die Lauer zu legen.
Der Titel werde zur konservativen 20%-Chance. Indikativ sei die Charttechnik mit einem Bruch des mittleren Abwärtstrends. Werde jetzt noch die "Nuss bei 100 EUR" geknackt, springe die Timing-Ampel auf Grün, was sich auch fundamental gut begründen lasse. Dass Warren Buffett mit 10,2% Anteil der größte Einzelaktionär sei, sei hierbei eher eine Randnotiz. Die Münchener würden zu den weltgrößten Rückversicherern zählen (also den Versicherern der Versicherungen). Hinzu komme das Erstversicherungsgeschäft (besonders unter der Flagge "Ergo") und die Sparte Munich Health, wo es thematisch um Erst- und Rückversicherung im Spezialgebiet Gesundheit gehe.
MEAG sei die natürliche Ergänzung als Asset-Management-Bereich, in dem inklusive Firmengeld und Fremdgold grob 200 Mrd. Euro verwaltet würden. Alles in allem werde das wesentliche Geschäft in Deutschland gemacht (Anteil am Prämienvolumen 29%), im sonstigen Europa (26%) und Nordamerika (30%). Noch etwas schwach sei das Unternehmen in Lateinamerika (3%) und Asien/Australasien (10%) aufgestellt.
Nach dem Naturkatastrophenjahr 2011 habe man gute Argumente in der Preisverhandlung. Die globalen ökonomischen Schäden hätten im Jahr 2011 bei ca. 380 Mrd. Dollar gelegen (davon versichert ca. 105 Mrd. Dollar). Gute Prämieneinnahmen seien auch wichtig, denn hinsichtlich des lächerlichen Zinsniveaus sei es natürlich schwer, aus der zwischenzeitlichen Anlage der Prämieneinnahmen hohe Renditen zu erzielen. Dies sei ohne Zweifel auch ein Risiko, denn etwa 55,4% des Investment-Portfolios per 30.09. seien in festverzinslichen Anlagen investiert gewesen. Auf Aktien, Aktienfonds und Beteiligungen sei ein geradezu lächerlicher Anteil in Höhe von 3,3% entfallen. Das sei ein wenig ausbalanciertes Anlagemodell.
Dennoch: Per 30.09. habe das bilanzielle Eigenkapital 22,215 Mrd. Euro betragen. Dies stehe gegen einen gegenwärtigen Börsenwert von gerade mal etwa 17,8 Mrd. Euro. Anders ausgedrückt: Allein um das bilanzielle Eigenkapital zu erreichen, müsste das Wertpapier von zurzeit etwa 99 Euro auf ca. 124 Euro steigen. Die Gewinnbewertung per 2012 liege bei gerade mal etwa 7,2. Die geschätzte Dividendenrendite für 2011 belaufe sich auf etwa 6,5%.
Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten Anlegern, sich bei der Munich Re-Aktie mit einem Stopp-Buy-Limit bei 101,20 Euro auf die Lauer zu legen. Der Stopp-Loss sollte bei 88,20 Euro gesetzt werden. Das Kursziel werde bei 124 Euro gesehen. (Ausgabe 4 vom 28.01.2012) (30.01.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|