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Analysen - DAX 100
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30.01.2012
HOCHTIEF Verlust vor Steuern höher als bisher erwartet
Independent Research
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Christoph Schöndube und Stefan Röhle, Analysten von Independent Research, raten weiterhin zum Verkauf der Aktie von HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000)
Bisher habe der Konzern für das Geschäftsjahr 2011 einen Verlust vor Steuern im niedrigen zweistelligen Mio.-EUR-Bereich avisiert. Nun gehe das Management von einem Verlust vor Steuern von 130 Mio. EUR aus. Auch beim Konzernverlust sei die Prognose von bisher 100 Mio. EUR auf 160 Mio. EUR revidiert worden. Hintergrund seien nach Unternehmensangaben zusätzliche Sondereffekte im vierten Quartal 2011, wozu neben Ergebnisbeeinträchtigungen bei der Tochter Leighton (89 Mio. EUR) auch Aufwendungen für ausgeschiedene Hochtief-Vorstandsmitglieder (35 Mio. EUR) zählen würden.
Das Konzernmanagement habe trotz der schlechter als erwarteten Entwicklung in 2011 seinen Ausblick für 2012 bestätigt. Demnach solle der operative Gewinn leicht unterhalb dem des Jahres 2010 liegen. Dabei stimme ein Auftragseingang von 9 Mrd. EUR zuversichtlich, der zu einem voraussichtlichen Auftragsbestand in 2011 von 48 Mrd. EUR führe. Aufgrund des schwieriger als erwarteten Markumfelds habe sich der eigentlich für 2011 geplante Verkauf der Flughafensparte verzögert. Gleichwohl halte der Konzern an der Veräußerung als Ganzes fest.
Während die Analysten ihre EPS-Prognose für 2011 von -0,97 EUR auf -2,17 EUR senken würden, habe ihre EPS-Prognose für 2012 mit 3,06 EUR Bestand. Auch wenn der Ausblick 2012 unternehmensseitig bestätigt worden sei, würden die Verzögerung der AirPort-Transaktion sowie das nach wie vor schwierige Konjunkturumfeld in den Augen der Analysten schwerer wiegen.
Folglich votieren die Analysten von Independent Research für die Aktie von HOCHTIEF bei einem von 43 EUR auf 46 EUR angehobenen Kursziel weiterhin mit "verkaufen". (Analyse vom 30.01.2012) (30.01.2012/ac/a/d)
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