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Analysen - DAX 100
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21.03.2012
METRO-Aktie: Nachrichten können Anleger nicht schocken
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" legen bei der METRO-Aktie (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) ein Stop-Buy-Limit bei 32,50 Euro in den Markt.
Beim Handelskonzern laufe es schon seit Jahren alles andere als rund. Die gute Nachricht sei, dass das Management dabei stets einen Grund liefere, weshalb man es erneut nicht geschafft habe, das Ruder herumzureißen und die von den Anlegern herbeigesehnte Trendwende einzuleiten.
Im Geschäftsjahr 2011 sei es die Konsumzurückhaltung der Verbraucher und die Schuldenkrise in zahlreichen europäischen Ländern gewesen, die ein besseres Abschneiden unmöglich gemacht hätten. Bei einem Umsatzrückgang um 0,8% auf 66,7 Mrd. Euro sei der Gewinn sogar um 26% auf 631 Mio. Euro eingebrochen. Ein Lichtblick sei bei den Zahlen nicht zu entdecken, selbst MediaMarkt/Saturn hätten in den letzten Monaten Schwäche gezeigt.
Das Schlussquartal habe im Zeichen eines Weihnachtsgeschäftes gestanden, welches die Erwartungen deutlich verfehlt habe. Das schwache Abschneiden sei von einer Gewinnwarnung begleitet worden. Unterm Strich habe ein Gewinnrückgang von 40% auf 404 Mio. Euro gestanden, womit die Konsensschätzung von 633 Mio. Euro deutlich verfehlt worden sei. Das EBIT habe sich um 13% auf 1,3 Mrd. Euro verringert. Erwartungsgemäß werde das Unternehmen bei der Dividende keine großen Sprünge machen. Es bleibe bei 1,35 Euro je Stammaktie.
Nachdem bereits die Vergangenheit wenig Erfreuliches gebracht habe, biete auch der Blick in die Zukunft wenig Grund zur Euphorie. Auf Grund des unverändert intensiven Wettbewerbs würden die Experten es für wahrscheinlich halten, dass der Konzern auch im laufenden Jahr zu Preissenkungen werde greifen müssen, um die Kunden in die Filialen zu locken. Und auch die laufende Expansion dürfte auf dem Ergebnis lasten. Das Management habe einen Umsatzzuwachs sowie ein stagnierendes EBIT in Aussicht gestellt.
Auch 2012 werde für das Unternehmen im Zeichen der Restrukturierung und Neuausrichtung des Konzerns stehen. Noch unklar sei, wann die Bemühungen des Managements erste sichtbare Erfolge zeigen würden. Scheinbar würden die Investoren langsam Vertrauen fassen und dem Unternehmen die Trendwende nun tatsächlich zutrauen. So habe die Aktie seit Jahresbeginn um immerhin 12% zulegen können und auch die jüngsten Nachrichten, die alles andere als berauschend daherkommen würden, könnten die Anleger nicht schocken.
Allerdings wäre es nicht das erste Mal, das hier ein Strohfeuer brenne und die Aktie wieder den Weg gen Süden einschlage.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten entsprechend dazu, bei der Aktie von METRO mit einer gewissen Wachsamkeit an ein Engagement heranzugehen. Ein Agieren mit Stop-Buy-Limit biete sich ihres Erachtens an und sie würden eines bei 32,50 Euro in den Markt legen. (Ausgabe 45 vom 20.03.2012) (21.03.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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