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News - Nebenwerte
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29.03.2012
Balda-Aktie: Dividendenzahlung für 2011 geplant
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Bad Oeynhausen (www.aktiencheck.de) - Die Balda AG (ISIN DE0005215107/ WKN 521510) gab am Donnerstag bekannt, dass ihr Aufsichtsrat auf seiner bilanzfeststellenden Sitzung dem Antrag des Vorstands zugestimmt hat, der ordentlichen Hauptversammlung am 11. Mai 2012 für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 1,30 Euro je Aktie vorzuschlagen.
Wie der Handy-Ausrüster mitteilte, würde dies zu einer Gesamtausschüttung von 76,6 Mio. Euro führen. Damit würde fast der gesamte von der Balda AG derzeit ausschüttbare Betrag ausgeschöpft. Der Dividendenvorschlag entspricht dem Ziel, die Aktionäre des Spezialisten für hochwertige Kunststofflösungen zeitnah an den Erlösen aus dem Verkauf von Anteilen der Beteiligung TPK Holding Co. Ltd. teilhaben zu lassen. Balda hatte im Februar 2012 die über eine Konzerngesellschaft gehaltene, nicht-strategische Beteiligung an dem chinesischen Touchscreen-Hersteller von 16,1 Prozent auf 7,6 Prozent reduziert und aus dem Teilverkauf 238 Mio. Euro erlöst.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der ordentlichen Hauptversammlung zudem vorschlagen, für den Zeitraum 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012 ein Rumpfgeschäftsjahr einzulegen. Dadurch könnten noch im laufenden Kalenderjahr weitere Erlöse aus dem Teilverkauf der TPK-Anteile den Aktionären zufließen. Der Hauptversammlung wird darüber hinaus die Neufassung von umfangreichen Kapitalmaßnahmen vorgeschlagen. Dazu zählen ein neues genehmigtes Kapital von bis zu 50 Prozent des Grundkapitals sowie die Ermächtigung zur Ausgabe von gängigen Finanzinstrumenten wie Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und Gewinnschuldverschreibungen. Die Ermächtigungen sind reine Vorratsbeschlüsse. Sie sollen Balda einen angemessenen finanziellen Handlungsspielraum geben, um auch nach dem geplanten Komplettausstieg aus der TPK Holding künftiges Wachstum zu ermöglichen.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss 2011 des Balda-Konzerns gebilligt. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche von 66,3 Mio. Euro (+5,6 Prozent). Das EBIT verbesserte sich von -13,9 Mio. Euro auf -6,0 Mio. Euro, während das Gesamtergebnis nach Steuern bei -39,1 Mio. Euro (2010: 94,4 Mio. Euro) lag.
Wie angekündigt, erarbeitet der Vorstand derzeit eine Detailstrategie, um das operative Geschäft des Konzerns schnellstmöglich auf eine profitable Basis zu heben. Dazu zählt auch die Identifizierung von Akquisitionszielen zur Stärkung des Segments Medical. Parallel dazu wird die Restrukturierung und Neuausrichtung des Segments Electronic Products fortgesetzt.
Für das Kalenderjahr 2012 geht Balda von einem Konzernumsatz in etwa auf Vorjahresniveau aus. Das Konzern-EBIT wird nochmals im negativen einstelligen Millionenbereich erwartet. Aufgrund der Erlöse aus dem Teilverkauf von Aktien der TPK Holding wird jedoch mit einem deutlichen Konzerngewinn vor und nach Steuern gerechnet, hieß es.
Die Aktie von Balda verliert derzeit 0,88 Prozent auf 6,11 Euro. (29.03.2012/ac/n/nw)
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