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Analysen - Nebenwerte
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03.04.2012
USU Software-Aktie: Umsätze und Ergebnisse erneut ausgebaut, Kurspotenzial unverändert hoch
GBC AG
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www.optionsscheinecheck.de
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Augsburg (www.aktiencheck.de) - Cosmin Filker und Christoph Schnabel, Analysten der GBC AG, stufen die Aktie von USU Software (ISIN DE000A0BVU28/ WKN A0BVU2) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Die USU Software AG habe mit Vorlage der Geschäftsjahreszahlen 2011 neue Rekordwerte präsentieren können. Mit einem Umsatzwachstum von +19,9% auf 45,60 Mio. EUR sei dabei die Gesellschaft in der Lage gewesen, sowohl die eigenen Prognosen (Konzernumsatz mehr als 43 Mio. EUR) als auch die Prognosen der Analysten (GBC-Prognosen: 43,73 Mio. EUR) deutlich zu übertreffen. Gleichzeitig sei dabei erneut das Ziel eines im Vergleich zum Markt überdurchschnittlichen Wachstums eindrucksvoll belegt worden. Zwischen 2004 und 2011 habe das Unternehmen auf Umsatzebene ein kumuliertes Wachstum (CAGR) von +13,6% erreicht. Im Vergleich hierzu liege das CAGR des IT-Gesamtmarktes in der gleichen Periode bei lediglich +1,0%.
Die Basis für diese Entwicklung finde sich dabei sowohl im organischen Wachstum des Produkt- und Servicegeschäftes als auch in anorganischen Effekten im Produktbereich wieder. Das anorganische Umsatzwachstum, welches aus den Akquisitionen des Lizenzmanagementspezialisten Aspera GmbH (Erwerbszeitpunkt: Juli 2010) sowie des Strategieberaters USU Consulting GmbH (Erwerbszeitpunkt: Juli 2011) stamme, würden die Analysten für 2011 auf etwa +10% beziffern. Somit belaufe sich das organische Wachstum, das insbesondere die starke Umsatzentwicklung des Servicegeschäftes reflektiere, ebenfalls auf etwa +10%. Darüber hinaus sei die USU Software AG in der Lage gewesen die internationalen Umsätze deutlich zu erhöhen und somit den Auslandsanteil an den Gesamtumsätzen auf 11,9% (VJ: 9,0%) zu steigern.
Die positive Umsatzentwicklung finde sich auch in der Ergebnisentwicklung wieder, welche ebenfalls mit neuen Rekordwerten aufwarten könne. Absolut gesehen sei zwar die operative Kostenbasis auf 38,90 Mio. EUR geklettert (VJ: 33,41 Mio. EUR), im Verhältnis zu den Umsätzen habe sich jedoch die Kostenquote von 87,9% (GJ 2010) auf 85,3% gemindert (GJ 2011). Der absolute Anstieg lasse sich vor allem durch den gesteigerten Personalbestand, aber auch durch mit den Akquisitionen in Verbindung stehenden Sonderbelastungen, erklären.
Die Gesellschaft habe jedoch von Skaleneffekten und Effizienzsteigerungen profitiert, sodass sich der Umsatzanstieg in Summe überproportional im Ergebnis habe niederschlagen können. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erreichte EBITDA von 6,70 Mio. EUR bedeute eine EBITDA -Marge von 14,7%. Dies komme dem Unternehmensziel einer nachhaltigen EBITDA-Marge von über 15,0% relativ nahe und verdeutliche darüber hinaus den sukzessiven Wandel hin zu einem Produkthaus.
Vor diesem Hintergrund aber auch vor dem Hintergrund einer erwartet positiven Branchenentwicklung, hätten die Analysten ihre Prognosen ausformuliert. Dabei hätten sie drei Wachstumstreiber identifizieren können: Produkte, Internationalisierung und anorganisches Wachstum. Letzteres hätten sie aufgrund der fehlenden Vorhersehbarkeit jedoch nicht in ihren Erwartungen berücksichtigt. Ihrer Ansicht nach dürfte es der Gesellschaft auch künftig gut gelingen mit ihrer Produktstrategie (sehr gute Bewertungen bei Marktanalysen durch Gartner, Forrester oder ECP) überdurchschnittlich am Marktwachstum zu partizipieren.
Zusammen mit dem weiteren erwarteten Ausbau des Auslandsgeschäftes würden die Analysten das von ihnen postulierte Umsatzwachstum für die nächsten zwei Geschäftsjahre von jeweils 7,0% als konservativ erachten. Mit dieser konservativen Vorgehensweise würden sie jedoch etwaigen externen Unsicherheitsfaktoren gerecht. Die prognostizierten Ergebnismargen (EBITDA-Basis) von 15,3% (2012) respektive 15,7% (2013) würden einerseits einen Wegfall von Sondereffekten sowie andererseits das Greifen von Skaleneffekten berücksichtigen. Gemäß DCF-Modell hätten die Analysten ein 2012er Kursziel von 6,35 EUR (alt: 6,15 EUR) je Aktie ermittelt.
Aufgrund des sich daraus ergebenden Kurspotenzials von 27,5% bestätigen die Analysten der GBC AG daher das "kaufen"-Rating und sehen die USU Software-Aktie weiterhin als attraktives Investment an. (Analyse vom 03.04.2012) (03.04.2012/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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