|
Analysen - DAX 100
|
03.04.2012
Salzgitter-Aktie: Dividende steigt auf 0,45 Euro
Bankhaus Lampe
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Salzgitter (ISIN DE0006202005/ WKN 620200) nach wie vor mit "kaufen" ein.
Salzgitter habe bei der Bilanzvorlage eine Dividendenerhöhung auf 0,45 Euro (Vj. 0,32 Euro) vorgeschlagen, was über der Analysten-Erwartung von 0,40 Euro gelegen habe. Die Botschaft aus Salzgitter dürfte in Essen angekommen sein, da ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) bei 1,3 Mrd. Euro Verlust im GJ 2010/11 auch eine Dividende von 0,45 Euro gezahlt habe. Ansonsten hätten die endgültigen Ergebnisse dem vorläufigen Zahlenwerk entsprochen, das bereits Anfang März veröffentlicht worden sei. Daher habe das Interesse bei der Analystenkonferenz in Frankfurt verstärkt auf den Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen und dem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gelegen.
Die Highlights zum abgelaufenen Geschäftsjahr seien gewesen: Die Aurubis (ISIN DE0006766504/ WKN 676650)-Beteiligung (25%) habe mit 74 Mio. Euro einen wesentlichen Teil zum Ergebnis vor Steuern von 201,6 Mio. Euro beigesteuert. Das bereinigte Vorsteuerergebnis habe mit 242 Mio. Euro über den Erwartungen gelegen, da Salzgitter Einmaleffekte in Summe von 39,5 Mio. Euro verbucht habe. So seien u. a. für den gestoppten Röhrenauftrag für den Iran (Sanktionen der EU und USA) Rückstellungen in Höhe von 15 Mio. Euro (BHLe) gebildet worden. Die erstmalige Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge (122 Mio. Euro aktive latente Steuern gebildet) habe das Nettoergebnis auf 236 Mio. Euro steigen lassen.
Für 2012 erwarte man einen stabilen Umsatz und ein positives Vorsteuerergebnis, wobei das Vorjahresergebnis schwer zu wiederholen sei. Wenngleich das Umfeld schwierig für Prognosen bleibe, würden die Analysten unverändert ein EBT von 201,1 Mio. Euro für 2012 als realistisch ansehen. Die Nachfrage sei in Deutschland immer noch gut und mit Ausnahme von HSP (Kapazitätsauslastung nur 50%) würden die restlichen Bereiche zwischen 80% und knapp unter 100% Auslastung laufen. Die Preise hätten zum April um mehr als 10 Euro/t erhöht werden können. Das höhere Weltmarktpreisniveau begrenze Importe in die EU und, wenn China’s Stahlhunger schwächer werde, dürften die Rohstoffpreise ebenfalls günstiger werden.
Auch 2012 dürfte Salzgitter weitere steuerliche Verlustvorträge aktivieren, sodass die Steuerquote erneut unterhalb der üblichen 30% bleiben sollte, die dann 2013 wieder einsetzen werde, was zur Änderung der Gewinnerwartung der Analysten führe. Dennoch bleibe Salzgitter das solideste Investment in ihrem Stahluniversum. Mit einem cash-adj. KGV von 10,5 sei die Aktie auch günstiger als die Wettbewerber. Dazu kämen 1,2 Mrd. Euro Finanzanlagen, 0,6 Mrd. Euro Aurubis-Anteil, ein Eigenkapital von 4 Mrd. Euro und ein Umlaufvermögen von fast 2,8 Mrd. Euro, während die Marktkapitalisierung gerade mal 2,3 Mrd. Euro betrage.
Genügend Kaufargumente also, daran ändert auch das von 56,00 Euro auf 50,00 Euro reduzierte Kursziel nichts, so die Analysten vom Bankhaus Lampe zur Salzgitter-Aktie. (Analyse vom 03.04.2012) (03.04.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|