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Analysen - Nebenwerte
11.04.2012
Capital Stage-Aktie: Zahlen 2011 - starkes Wachstum hält an
Warburg Research

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Hamburg (www.aktiencheck.de) - Torsten Klingner, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Capital Stage (ISIN DE0006095003/ WKN 609500) unverändert mit "kaufen" ein.

Capital Stage habe Zahlen für 2011 und einen Ausblick veröffentlicht. Der Umsatz (35,5 Mio.) und das EBIT (13,2 Mio.) hätten im Rahmen der Analysten-Prognosen gelegen. Durch den deutlichen Ausbau des Solarparkportfolios von 33 auf 75 MW in 2011 habe sich der operative Cashflow massiv auf EUR 24,4 Mio. verbessert (VJ 10,5 Mio.). Das EBT habe mit EUR 5,2 Mio. über der konservativen Guidance von EUR 3,3 Mio. gelegen. Dabei sei das Ergebnis durch eine Teilabschreibung bei Inventux in Höhe von EUR 6,8 Mio. geschmälert worden. Das Nettoergebnis in Höhe von EUR -0,9 Mio. habe aufgrund von zwei nicht antizipierten Sondereffekten unter der Analysten-Schätzung gelegen. Zum einen durch Minderheiten in Höhe von EUR 3,4 Mio. im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation beim 19 MW Solarpark in Brandenburg (Anteil 51%) und zum anderen durch eine höhere Steuerquote aufgrund nicht liquiditätswirksamer latenter Steuern.

Im Rahmen der jüngsten Barkapitalerhöhung seien 10,3 Mio. neue Aktien (+27%) zu einem Preis von EUR 3 je Aktie ausgegeben worden. Dadurch sei die Liquidität auf ca. EUR 50 Mio. angestiegen. Ein Teil davon sei bereits für den Ausbau des Solarparkportfolios verwendet worden. Anfang März habe Capital Stage drei bereits am Netz befindliche Solarparks in Norditalien mit einer Kapazität von insgesamt 11,2 MW erworben und einem Umsatzpotenzial von EUR 5,5 Mio. p.a. (Einspeisevergütung 0,26 bis 0,34 Cent je KWh zzgl. 0,09 Cent). Das Investitionsvolumen dürfte auf Basis des von den Analysten geschätzten durchschnittlichen Kaufpreisfaktors von ca. EUR 3,5 Mio. je MW bei ca. EUR 40 Mio. liegen (Eigenkapitalanteil ca. EUR 10). Mittlerweile verfüge Capital Stage in Italien über insgesamt 17 MW Solarparkkapazität (17% des Parkportfolios).

Für 2011 habe Capital Stage erstmalig eine Dividende in Höhe von EUR 0,05 je Aktie (Warburg Research-Erwartung: 0,05) angekündigt (steuerfrei), die mittelfristig deutlich ansteigen dürfte (2013e Bruttorendite ca. 5%). Heute habe das Unternehmen einen positiven Ausblick auf 2012 gegeben. Auf Basis des derzeitigen Portfolios rechne Capital Stage mit einem Umsatz von über EUR 40 Mio., einem EBITDA EUR mehr als 30 Mio. und einem EBIT von über EUR 16 Mio.

Einschließlich der bereits erworbenen Parks dürfte sich der Umsatz aus Stromverkäufen von EUR 19 Mio. auf ca. EUR 30 Mio. in 2012 erhöhen. Zusätzlich würden EUR 12 Mio. auf Helvetic Energy entfallen. In 2012 werde mit weiteren Solar- und Windparkakquisitionen gerechnet. Dafür stünden derzeit noch ca. EUR 40 Mio. zur Verfügung, die ein Investitionsvolumen von etwa EUR 200 Mio. bedeuten würden. Einen Gutteil dürfte Capital Stage angesichts der deutlichen Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarparks in Deutschland im Ausland (Norditalien, Frankreich, Spanien) investieren, wo noch IRR’s von mehr als 10% möglich sein sollten.

In Anbetracht der gesunkenen Ankaufsrenditen bei Solarparks in Deutschland, aufgrund der gestiegenen Wettbewerbsintensität (vermehrt eigenkapitalstarke Investoren z. B. Versicherungen) und dem zunehmenden Mangel an neuen Parks durch die deutlich niedrigere Einspeisvergütung dürfte Capital Stage im Fall von Parkverkäufen zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielen können (nicht in Prognosen enthalten). Trotz einer in ihren Prognosen enthaltenen vollständigen Abschreibung der Inventux-Beteiligung würden die Analysten ein EBT von EUR 7,5 Mio. in 2012 für realistisch halten. Der FFO (EBITDA - Zinsen - Cash Steuern), der die operative Cash Flow Stärke ausdrücke, habe als Bewertungskennzahl durch das dominierende Kraftwerksgeschäft an Bedeutung gewonnen. Auch wenn der Großteil des FFO für Kredittilgungen verwendet werde, unterstreiche die deutlich zweistellige FFO-Rendite (2012e 14%) die attraktive Bewertung.


Die Kaufempfehlung für die Capital Stage-Aktie wird bestätigt, so die Analysten von Warburg Research. Aufgrund der gesunkenen Ankaufsrenditen, die sich positiv auf die Portfoliobewertung auswirken würden, werde das Kursziel von EUR 3,30 auf EUR 3,45 erhöht. (Analyse vom 10.04.2012) (11.04.2012/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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