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Analysen - DAX 100
26.04.2012
Deutsche Bank-Aktie: Ackermann enttäuscht erneut
Die Börsenblogger

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Ludwigsburg (www.aktiencheck.de) - Ivan Tomasevic von "Die Börsenblogger" empfiehlt die Deutsche Bank-Aktie (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) langfristigen Anlegern.

So glanzvoll die Karriere Josef Ackermanns an der Spitze des größten deutschen Bankhauses auch gewesen sein möge, zum Abschluss habe er nicht mehr mit den Geschäftsberichten überzeugen können. Auch sein letzter Quartalsbericht falle enttäuschend aus.

Zwar habe die Deutsche Bank wesentlich mehr verdient als im Vorquartal, in dem lediglich 186 Mio. Euro zu Buche gestanden hätten, doch mit 1,4 Mrd. Euro sei das Ergebnis in den ersten drei Monaten dieses Jahres unter den, im gleichen Zeitraum des Vorjahres erwirtschafteten 2,1 Mrd. Euro geblieben. Damit sei das Ergebnis unter den Analystenerwartungen geblieben.

Als Hauptgründe für das schwache Abschneiden habe das Geldinstitut Sonderbelastungen durch den Verkauf des Pharmaunternehmens Actavis und hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten angegeben. Hierbei müsse die Deutsche Bank immer noch mit der gerichtlichen Aufarbeitung des Platzens der US-Immobilienblase fertig werden.

Etwas Positives habe es aus dem Bereich Investmentbanking zu vermelden gegeben. Dieser Sektor habe sich ganz besonders stark erholt gezeigt, was auch die Position des Ackermann-Nachfolgers Anshu Jain stärken sollte, der diesen Bereich bisher verantwortet habe.

Ackermann selbst habe die Ergebnisse mit den Worten kommentiert: "Vor dem Hintergrund anhaltender Zurückhaltung auf den globalen Finanzmärkten haben wir solide Ergebnisse erzielt. Bei der Bewältigung von Rechtsstreitigkeiten und beim Abbau von Risiken in unserer Bilanz machen wir weiter gute Fortschritte, so Ackermann weiter."

Für die Deutsche Bank bleibe es in der Zeit nach Josef Ackermann zu hoffen, dass sich im weiteren Jahresverlauf eine Entspannung in der europäischen Staatsschuldenkrise einstelle. Denn die anhaltenden Probleme hätten Ackermann seinen Abgang in Form von einigen sehr schlechten Quartalszahlen gründlich vermasselt.

Dabei sollte man aufseiten des Geldinstituts hoffen, dass die aktuelle Zuspitzung der Schwierigkeiten in Spanien und Italien in Form von erhöhten Risikoaufschlägen für die Staatspapiere der beiden Länder und die gestiegene Angst vor einer Abkehr Europas vom Sparkurs nicht zu einer Verschärfung der Eurokrise führe.

Die Anleger hätten sich dabei wenig begeistert von einem möglichen Sieg des sozialistischen Präsidentschaftskandidaten in Frankreich gezeigt, genauso wie von dem Scheitern der niederländischen Regierung, die sich nicht auf ein Sparprogramm habe einigen können. In diesen beiden Punkten sehe man auch die Gefahr, dass Deutschland mit den politischen Umwälzungen in den beiden Ländern zwei wichtige Verbündete im Kampf gegen zu hohe Staatsdefizite in Europa verlieren könnte. Auf der anderen Seite: Diese minus 5% heute seien übertrieben, die Deutsche Bank sei nach wie vor die beste Bank-Adresse in Deutschland und in Europa.

Ivan Tomasevic von "Die Börsenblogger" zufolge sollte man bei diesen KGV-Daten und Kursen der Deutsche Bank-Aktie eher als Langfrist-Anleger zugreifen (Analyse vom 26.04.2012) (26.04.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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