Logo
Analysen - Nebenwerte
03.05.2012
Balda-Aktie: schwacher Start ins Jahr 2012
Warburg Research

www.optionsscheinecheck.de

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Balda (ISIN DE0005215107/ WKN 521510) unverändert mit dem Votum "halten" ein.

Balda habe wie erwartet und vom Management angedeutet einen schwachen Start in
Q1/2012 gehabt. Die Hauptgründe für den schwachen Start seien: Eine anhaltende schwierige Situation beim Produktionsstandort in Malaysia (Segment Electronic Products) und der Produktionsanlauf für neue Produkte am deutschen Standort (Balda Medical).

Die Konzernumsätze hätten bei EUR 12,2 Mio. (yoy -9.4%) und das EBIT bei EUR -3,1 Mio. (Q1/11: EUR -1 Mio.) gelegen. Das Nettoergebnis in Höhe von EUR 133,5 Mio. sei durch den Verkauf von 20 Mio. TPK-Aktien positiv beeinflusst worden (Erlös: EUR 238 Mio.). Bedeutender als die Q1-Zahlen seien jedoch die neue Strategie des neuen CEO und die bevorstehenden strukturellen Maßnahmen:

- Verkauf der verbleibenden TPK-Beteiligung: Das Management habe berichtet, dass ein Verkauf der verbleibenden TPK-Aktien (17,8 Mio.) geplant sei. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses von TPK in Höhe von TWD 360 seien Erlöse in Höhe von ca. EUR 175 Mio. zu erwarten.

- Lösung für den malaysischen Produktionsstandort: Der Standort in Malaysia produziere und entwickle elektronische Produkte und Komplettlösungen. Der Standort sei derzeit nicht profitabel uns sieht sich strukturellen Schwierigkeiten gegenüber. Sollte keine nachhaltige Wende erreicht werden, so könnte eine Standortschließung eine realistische Option.

Balda habe bereits die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von EUR 1,30 (EUR 72 Mio.) angekündigt. Es werde angenommen, dass eine zweite Sonderdividende an die Investoren ausgezahlt werde.

Derzeit liege die jährliche Erlösbasis von Balda Medical bei ca. EUR 50 Mio. Um das Umsatzniveau auf EUR 150 bis EUR 200 Mio. anzuheben, seien ein oder zwei Akquisitionen durch das Management zu erwarten.

Für die Bewertung der Aktie seien vier Komponenten zu berücksichtigen: die Nettoliquidität (EUR 266 Mio.), sie verbleibende TPK-Beteiligung (EUR 175 Mio.), Balda Medical sowie Balda Malaysia. Die Nettoliquidität habe Ende März bei EUR 266 Mio. gelegen, Balda Medical sei mit EUR 30 Mio. und Balda Malaysia mit EUR 0 Mio. reflektiert (WRe: Balda werde den Betrieb in Malaysia schließen oder veräußern). Aufgrund dieser Annahmen ergebe sich ein Eigenkapitalwert von EUR 471 oder EUR 7,90 je Aktie.

Erstens werde der Verkauf der verbliebenen TPK-Beteiligung abgewartet. Zweitens habe Balda bisher keine M&A-Erfahrungen. Der neue CEO mache einen guten Eindruck auf den Analysten und man gehe davon aus, dass sämtliche strukturellen Schwierigkeiten behoben werden könnten. Jedoch werde zunächst abgewartet, bis die zukünftigen möglichen Akquisitionen durchgeführt worden seien.

Das Kursziel mit EUR 7,90 (SotP und DCD-basiert) sowie die Halteempfehlung der Analysten von Warburg Research bleiben für die Balda-Aktie unverändert. (Analyse vom 03.05.2012) (03.05.2012/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen betreuen die analysierte Gesellschaft am Markt. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de