|
Analysen - Ausland
|
18.05.2012
Österreichische Post-Aktie: starke Zahlen im Auftakt-Quartal
Erste Bank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Wien (www.aktiencheck.de) - Für Christoph Schultes, Analysten der Erste Bank, ist die Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4/ WKN A0JML5) das derzeit attraktivste defensive Unternehmen im ATX (ISIN AT0000999982/ WKN 969191).
Die Österreichische Post habe in dieser Woche wieder einmal allen Aktionären was, nämlich starke Zahlen gebracht. Die Umsätze hätten um 6% auf EUR 605,7 Mio. gesteigert werden können, was deutlich über den Analystenerwartungen gelegen habe.
Die neue Division Brief, Werbepost & Filialen habe Umsatzanstiege von 6,2% verzeichnet, die Division Paket & Logistik habe um 5,9% zugelegt. Insgesamt habe das Unternehmen von Volumenzuwächsen aufgrund neuer Informationspflichten gegenüber Kunden in den Sektoren Finanz, Telekom und Energie, sowie der Verschiebung von adressierten Werbesendungen zu höherwertigen Briefprodukten profitiert. Rückgänge aufgrund der elektronischen Substitution adressierter Briefe hätten somit mehr als nur kompensiert werden können. Erfreulich habe sich auch der operative Gewinn des Unternehmens entwickelt, der um 14,4% auf EUR 55,8 Mio. habe gehoben werden können.
Nicht operative Personalaufwendungen in Höhe von EUR 20,1 Mio. (davon EUR 8,5 Mio. im Zusammenhang mit der Anpassung des Diskontierungszinssatz für verzinsliche Rückstellungen) hätten ein noch besseres Ergebnis verhindert. Das Nettoergebnis in Höhe von EUR 41,4 Mio. (+10,7%) habe so wie alle anderen wesentlichen Kennzahlen ebenfalls über den Erwartungen der Analysten gelegen. Das starke Ergebnis lasse sich auch anhand des Cashflows ablesen. Der Cashflow aus der Ergebnis habe sich von EUR 47,7 Mio. auf EUR 71,3 Mio. erhöht, der operative Cashflow sei von EUR 25,7 Mio. auf EUR 65,3 Mio. gestiegen.
Das Unternehmen sei bei seinem Ausblick für das Gesamtjahr geblieben (stabiler bis leicht steigender Umsatz und eine Verbesserung des operativen Ergebnisses), das sich angesichts der in dieser Woche präsentierten Zahlen eher konservativ anmute. Die Analysten würden zwar auch in den kommenden Quartalen negative Einmaleffekte erwarten (vor allem aufgrund weiterer Senkungen des Diskontierungszinssatzes), dennoch könnten sie auch für den weiteren Verlauf des Jahres mit starken Ergebnissen rechnen.
Die Österreichische Post bleibt für die Analysten der Erste Bank das derzeit attraktivste defensive Unternehmen im ATX. Das Kursziel werde bei EUR 28,00 gesehen. (Analyse vom 18.05.2012) (18.05.2012/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|