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04.06.2012
Deutsche Lufthansa-Aktie: Luftfahrtkonzern prüft Medienbericht zufolge weitere Unternehmensverkäufe
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Köln (www.aktiencheck.de) - Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) will sich einem Medienbericht zufolge von weiteren Tochtergesellschaften trennen.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Sonntag) stehen bei der führenden deutschen Fluggesellschaft nach dem Verkauf von Verlustbringern wie den Airlines BMI und Jade Cargo nun auch profitable Tochterfirmen wie LSG Sky Chefs und IT Services zur Disposition. Besonders fortgeschritten seien nach Informationen der Wirtschaftszeitung die Verkaufspläne für die Cateringtochter LSG. Hier sollen spätestens 2013 in einem ersten Schritt bis zu 49 Prozent abgegeben werden - idealerweise an einen strategischen Partner aus der Cateringbranche.

Das Vorhaben zeige, wie sehr der Vorstandschef Christoph Franz die Lufthansa auf das Kerngeschäft ausrichtet - den Lufttransport von Passagieren und Gütern - und welche großen Anstrengungen dafür notwendig sind. Insgesamt 20 Mrd. Euro will der Konzern in 160 neue Flugzeuge und in die Modernisierung älterer Maschinen stecken.

Das intern umstrittene Restrukturierungs- und Sparprogramm, dem allein in der Verwaltung 3.500 Stellen zum Opfer fallen sollen, reiche nicht aus, um die Milliardeninvestitionen zu stemmen. "Wir werden unsere Nettokreditverschuldung hochfahren", sagte Franz laut dem Bericht, ohne konkreter zu werden.

Die anvisierte Trennung von der weltweit tätigen Cateringfirma LSG und gegebenenfalls von LH IT Services und die daraus erhofften Erlöse sollen offenbar helfen, die Verschuldung künftig nicht zu sehr nach oben schnellen zu lassen. "Wir werden bereit sein müssen, bestimmte Portfoliomaßnahmen zu machen", bestätigte Franz der "FTD".

LSG in Deutschland stellt sich derzeit neu auf. Schlimmstenfalls müssten mehr als 900 Stellen gestrichen werden, weil hier die Konkurrenz bis zu 30 Prozent günstiger sei, so eine LSG-Sprecherin gegenüber der Wirtschaftszeitung. Deutlicher wurde Franz bei der IT-Tochter, die 2011 knapp 600 Mio. Euro Umsatz erzielte. "Unser Systemhaus ist vergleichsweise klein", sagte der Manager laut dem Bericht. Hier hatte es bereits in der Vergangenheit einen Verkaufsprozess gegeben, der auf Eis gelegt wurde, weil es für die Lufthansa keine akzeptablen Angebote gab. "Ich will nicht ausschließen, dass das wieder auf die Agenda kommt", wird Franz weiter zitiert.

Die Aktie der Deutschen Lufthansa notiert derzeit mit einem Minus von 1,05 Prozent bei 8,18 Euro. (04.06.2012/ac/n/d)


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