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News - Ausland
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04.06.2012
Wal-Mart-Aktie: Bestechungsvorwürfe in Mexiko belasten Wiederwahl des Managements
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Bentonville (www.aktiencheck.de) - Das Management der amerikanischen Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853) musste sich bei seiner Wiederwahl auf dem jährlichen Aktionärstreffen vom 1. Juni 2012 einer wachsenden Opposition gegenübersehen. Dies legen die am Montag bekanntgegebenen Zahlen zu den Abstimmungsergebnissen für die Wiederwahl der Führungsriege des Unternehmens nahe.
Laut offiziellen Unternehmensangaben stimmten 15,6 Prozent der anwesenden Aktionäre gegen die Wiederwahl des ehemaligen CEO H. Lee Scott Jr., 13 Prozent gegen CEO Michael Duke und ebenfalls 13 Prozent gegen Robson Walton, den Chairman und Sohn des Firmengründers Sam Walton.
Allerdings haben laut einer Analyse des New Yorker Rechnungshofes 38 Prozent von den unabhängigen Aktionären, die nicht zu den Insidern um die Familien der Firmengründer Sam und Bud Walton gezählt werden, gegen eine Wiederwahl des ehemaligen CEO H. Lee Scott Jr. gestimmt, 32 Prozent gegen CEO Michael Duke und etwa 31 Prozent gegen den Chairman Robson Walton.
Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, wonach der Einzelhandelsriese in Mexiko Bestechungsgelder in zweistelliger Millionenhöhe bezahlt haben. Demnach sollen rund 24 Mio. US-Dollar bezahlt worden sein, um Baugenehmigungen für neue Filialen zu erhalten. Dem Bericht zufolge soll das oberste Management der mexikanischen Tochter Wal-Mart de Mexico bereits im Herbst 2005 von den Fällen informiert worden sein, die Erkenntnisse seien aber unter den Tisch gekehrt worden.
Die Wal-Mart-Aktie schloss heute im US-Handel bei 65,89 US-Dollar (+0,66 Prozent). (04.06.2012/ac/n/a)
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