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Analysen - DAX 100
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05.06.2012
Deutsche Lufthansa-Aktie: Töchter zur Disposition gestellt
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten, sich von der Aktie der Deutschen Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) vorerst fernzuhalten.
Laut aktuellen Medienberichten denke das Management über einen (Teil-) Verkauf der Tochtergesellschaft LSG Sky Chefs nach. Dem Vernehmen nach suche man für den Dienstleister, der im letzten Jahr 2,3 Mrd. EUR Umsatz verbucht habe, zunächst einen Käufer für bis zu 51% der LSG-Anteile. Dann könnte ein Komplettverkauf erfolgen. Den Erlös könnte Lufthansa zur Schuldentilgung einsetzen.
Zur Disposition stehe ebenfalls die Tochter, in der das IT-Geschäft der Lufthansa gebündelt sei. Der Umsatz der Sparte belaufe sich auf 600 Mio. EUR und habe somit nicht die vom Management gewünschte kritische Masse. Auch hier dürfte sich auf kurzfristige Sicht etwas tun.
Kurzfristig gesehen könnte der Verkauf von Tochtergesellschaften Linderung bringen. Aus mittelfristiger Perspektive würden sich somit aber neue Baustellen ergeben. Die bisher im eigenen Unternehmen erbrachten Dienstleistungen müssten nach einem Verkauf der entsprechenden Töchter zugekauft werden. Nicht immer lasse sich die gewünschte Kosteneinsparung realisieren.
An der Kursentwicklung sei abzulesen, dass die Investoren mit der Entwicklung nicht zufrieden seien. Dies lasse sich nur noch bedingt mit dem schwierigen Umfeld der Fluggesellschaften rechtfertigen. Die Erwartungen seien groß und für das Management der Lufthansa sei es an der Zeit, zu liefern.
Bis dies gelingt, sollten sich Anleger von der Deutsche Lufthansa-Aktie fernhalten, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 84 vom 04.06.2012) (05.06.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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