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Analysen - DAX 100
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12.06.2012
Fraport-Aktie: Fraport stellt sich im Ausland neu auf
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten von einem Engagement bei der Fraport-Aktie (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) ab.
Das Auslandsgeschäft habe sich für die börsennotierte Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt am Main in der jüngeren Vergangenheit als willkommene Wachstumsstütze erwiesen. Allerdings verlaufe das Engagement der Gesellschaft nicht in allen Ländern nach Wunsch. In Indien sei Fraport mit der Minderheitsrolle, die der Konzern am Flughafen Delhi einnehme, unzufrieden. Die Folge: Man wolle sich aus Indien zurückziehen.
Die zehnprozentige Beteiligung solle im Laufe des ersten Halbjahres 2013 abgestoßen werden. Eine Veräußerung vor diesem Zeitpunkt sei nicht möglich, da man sich vertraglich verpflichtet habe, die Anteile bis Mitte 2013 zu halten. Entsprechend habe die Unternehmensleitung auch noch alle Zeit der Welt, um Interessenten anzulocken und anschließend Verhandlungen zu führen.
Dass man sich lieber früher als später von seinem Minderheitsanteil am Flughafen Delhi trennen möchte, sei auch darauf zurückzuführen, dass sich die Hoffnungen des Flughafenbetreibers auf eine Verstärkung der Privatisierungsmaßnahmen nicht erfüllt hätten. Abschrecken lasse sich das Management jedoch nicht. Eine Ausweitung des Auslands-Engagements sei unverändert angedacht. Vor allem den Markt in Brasilien habe man ins Auge gefasst.
Die Anteilseigner dürften sich derzeit weniger für das Auslandsengagement, sondern vielmehr dafür interessieren, dass Fraport nicht aus der Erfolgsspur rutsche. Die Zahlen für das erste Quartal hätten die Investoren nicht nachhaltig überzeugen können, die Papiere hätten zuletzt merklich zu leiden gehabt. Binnen eines Monats hätten die Anteilsscheine rund 9% an Wert verloren.
Mit einem 2012-KGV von 16 ist die Fraport-Aktie nach Meinung der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" wahrlich kein Schnäppchen. Zudem habe sich das Sentiment zuletzt signifikant eingetrübt, sodass die Experten auf absehbare Zeit noch tiefere Kurse erwarten würden. Bis auf weiteres sei ein Engagement daher kein Thema. (Ausgabe 87 vom 11.06.2012) (12.06.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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