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Analysen - DAX 100
13.06.2012
AktienCheck: METRO-Aktie Management geht Probleme an
aktiencheck.de EXKLUSIV

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Westerburg (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, hat heute eine Analyse zur METRO-Aktie (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) veröffentlicht und stuft den Titel weiter mit "reduzieren" ein. Lesen Sie hier die Originalfassung der Analyse:

METRO zählt zu den weltweit größten Handelsunternehmen. Dabei ist die Geschäftstätigkeit des Konzerns in die Bereiche METRO Cash & Carry, Real, Media Markt und Saturn sowie Galeria Kaufhof unterteilt.

Der Handelskonzern gab vor Kurzem bekannt, dass sein britisches Großhandelsgeschäft Makro Self Service Wholesalers Ltd. mit der britischen Booker Group plc zusammengelegt werden soll, um eine strategische Partnerschaft auf dem britischen Markt zu bilden.

Die Booker Group soll im Rahmen der Transaktion alle 30 Großmärkte sowie die gesamten operativen Vermögenswerte von Makro UK (Manchester) erwerben. Im Gegenzug wird die METRO GROUP 9,99% des zurzeit ausgegebenen Aktienkapitals von Booker erhalten (Anteil nach der Transaktion entspricht 9,08%). Darüber hinaus erhält METRO eine Barzahlung von 15,8 Mio. GBP. Die Transaktion, die noch von den Aktionären der Booker Group genehmigt werden muss, wird voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen. Beide Unternehmen erwarten eine zusätzliche Wertsteigerung durch einen intensiven Kompetenz-Austausch.

Wir beurteilen den Verkauf von Makro durchaus positiv. Denn durch die Trennung des verlustträchtigen Geschäftsbereichs sollte die Profitabilität gesteigert werden, auch wenn dadurch Umsatz verloren geht. Zudem sorgt die Transaktion für mehr Transparenz bezüglich der komplexen Konzernstruktur des METRO-Konzerns.

Das Management von METRO hat grundsätzlich die Probleme erkannt und geht diese konsequent an. Nun bleibt in diesem Zusammenhang zu hoffen, dass auch für die ergebnisschwachen real-Märkte eine Lösung gefunden wird.

Dennoch dürfte 2012 für den METRO-Konzern ein weiteres schwieriges Jahr werden, zumal die geringe Cashflow-Generierung eine Kürzung der Dividende zur Folge haben könnte. Hier könnte sich METRO jedoch durch die geplanten Deinvestments etwas Luft verschaffen. Das schwierige Marktumfeld könnte aber einen Verkauf erschweren bzw. zu einem weniger attraktiven Verkaufspreis führen.

Vor dem Hintergrund der weiterhin schwachen operativen Entwicklung hat die METRO-Aktie ihre Underperformance fortgesetzt. Vorerst sehen wir nach wie vor keine Anzeichen für eine Trendwende, auch wenn die METRO-Aktie fundamental mit einem KGV 2013e von unter 8 nicht hoch bewertet ist. Erst wenn sich das Umfeld für den METRO-Konzern spürbar aufhellt, sollte der Aktienkurs wieder nachhaltig steigen. Bis dies soweit ist, könnte es aber noch etwas dauern.

Solange bleiben wir für die METRO-Aktie bei unserem "reduzieren"-Rating. (Originalfassung der Analyse vom 13.06.2012) (13.06.2012/ac/e/a)



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