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Analysen - Ausland
11.10.2002
H.J. Heinz verkaufen
IFVB

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Die Analysten von "IFVB" stufen die Aktie von H.J. Heinz (WKN 851291) mit "verkaufen" ein.

H.J. Heinz sei einer der größten Lebensmittelhersteller der Welt. Das bekannteste Produkt sei Heinz-Ketchup. In den USA behaupte diese Marke im Einzelhandel einen Anteil von über 60%. Doch wertvolle Marken und eine breite Produktpalette allein würden nicht reichen: Das Unternehmen habe im ersten Quartal seines Geschäftsjahres einen Gewinnrückgang verbucht.

Heinz erwirtschafte seinen Umsatz vor allem in den USA (52%), Großbritannien (14%), Australien, Kanada, Neuseeland und Nordeuropa. In den letzten Jahren habe Heinz verstärkt in Asien und Osteuropa investiert. Hierbei habe der Schwerpunkt auf China und Indien gelegen. Ziel sei es, in noch ungesättigte Märkte vorzudringen.

Heinz habe im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2,2 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Das seien 6,1% mehr als im Vorjahr. Aber: Der Gewinn sei von 200,5 Mio. US-Dollar (57 Cent je Aktie) auf 177,8 Mio. US-Dollar (50 Cent je Aktie) eingebrochen. Den Ergebnisrückgang habe das Unternehmen mit Einmalkosten durch Personalabbau begründet. Das Unternehmen schwächle aber nicht erst seit kurzem. In den letzten 5 Jahren habe das Unternehmen weder Umsatz noch Gewinn konstant gesteigert. Gründe habe das Unternehmen viele genannt: ein schwaches Gastronomiegeschäft, gestiegene Nahrungsmittelpreise oder erhöhte Energiekosten.

Merkwürdig dabei habe geschienen, dass die Konkurrenz davon nicht betroffen gewesen sei. Heinz-Chef William R. Johnson habe das laufende Geschäftsjahr als Übergangsjahr bezeichnet. Das Unternehmen wolle sich auf schneller wachsende Produkte konzentrieren. Mit anderen Worten: Heinz habe sich in der Vergangenheit mit seinen 5.700 Produkten verzettelt und wolle sich nun wieder stärker auf sein Kerngeschäft fokussieren.

Der Lebensmittelhersteller werde seine margen- und wachstumsschwachen Haustierfutter-, Tunfisch-, Suppen- und Babynahrungs-Sparten abspalten. Dazu werde zusammen mit Del Monte Foods ein neues Unternehmen gegründet. Das Joint Venture solle jährlich rund 3,1 Mrd. US-Dollar Umsatz erwirtschaften. Heinz-Aktionäre erhielten für jede ihrer Aktien 0,45 Aktien des neuen Unternehmens, an dem Heinz mit 74,5% und Del Monte Foods mit 25,5% beteiligt sein würden.

Heinz gehöre zurzeit nicht zu den Basisinvestments im Konsumgüterbereich. Der Konzern habe eine (dringend notwendige) Umstrukturierung vor sich. Die Prognosen der Analysten für die kommenden Jahren seien daher eher konservativ. Dennoch habe sich die Bewertung leicht erhöht. Man ermittle einen neuen Inneren Wert von 25,92 US-Dollar.

Bei einem aktuellen Kurs von 31,85 US-Dollar raten die Analysten vom "IFVB" - wie bereits bei ihrer letzten Bewertung im Januar - die Aktie von H.J. Heinz zu verkaufen.



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