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Analysen - DAX 100
21.06.2012
Munich Re-Aktie: Abmilderung der Solvency II-Regeln wäre hilfreich
J.P. Morgan Cazenove

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London (www.aktiencheck.de) - Michael Huttner und Akhil Mittal, Analysten von J.P. Morgan Cazenove, stufen die Aktie von Munich Re (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) unverändert mit "overweight" ein.

Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge wolle die EU die geplanten Kapitalregeln nach Solvency II für Versicherer abmildern. Den Anbietern solle bei bestehenden Lebensversicherungs-Verträgen eine Schonfrist eingeräumt werden. Demnach sollten alle bestehenden Verträge für sieben Jahre von dem neuen Regelwerk ausgenommen werden. Grund dafür sei die Sorge, dass viele kleine Lebensversicherer in Deutschland bei der Implementierung von Solvency II Probleme bekommen könnten. Ein Stresstest der deutschen Versicherer habe gezeigt, dass 40% der Lebensversicherer in Schwierigkeiten geraten würden. 10% würden möglicherweise sofort insolvent. Das Problem seien die niedrigen risikolosen Zinssätze.

Die Munich Re würde derweil zu den Hauptnutznießern einer abgemilderten Einführung von Solvency II gehören. Eine um 100 Basispunkte niedriger risikoloser Zinssatz reduziere die interne Solvabilität um 26 Basispunkte. Eine Schonfrist von sieben Jahren könnte für die Solvabilität einen Anstieg von 13 Basispunkten bedeuten.

Die Munich Re-Aktie sei auf Basis der Kurs/Buchwert-Multiple für 2012 von 0,8 sehr attraktiv bewertet.

Vor diesem Hintergrund lautet die Einschätzung der Analysten von J.P. Morgan Cazenove für die Munich Re-Aktie weiterhin "overweight". (Analyse vom 21.06.12) (21.06.2012/ac/a/d)

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